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Kampagne gegen GenReis

GenReis von BAYER gefährdet weltweit die Ernährungssicherheit

Große Saatgut-Unternehmen drängen mit gentechnisch verändertem Reis auf den Markt. Millionen asiatischer Landwirte drohen in Abhängigkeit der Multis zu geraten. Über das Tierfutter werden die Gengefahren auch auf den Tellern der VerbraucherInnen landen. An vorderster Stelle dabei: der US-Konzern MONSANTO, die Schweizer SYNGENTA und die BAYER-Tochter CROPSCIENCE.

Der Leverkusener BAYER-Konzern ist weltweit zweitgrößter Anbieter von Gen-Saatgut. In Europa will das Unternehmen gentechnisch veränderte Pflanzen wie Raps, Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais in den Markt drücken.
Die global gesehen folgenreichste Entwicklung spielt sich jedoch in Asien ab: BAYER, MONSANTO und SYNGENTA bemühen sich dort um Zulassungen für Gen-Reis. BAYER möchte Reis der Sorte „LL-RICE62“ vermarkten. Dieser ist unempfindlich gegen den Einsatz von Pestiziden. So kann der Absatz des BAYER-Agrogifts GLUFOSINAT angekurbelt werden.

Asiatische Landwirte in Abhängigkeit
Die Einführung von Gen-Reis hätte dramatische Konsequenzen: Reis ist für 2,5 Milliarden Asiaten das Hauptnahrungsmittel und wird weltweit exportiert. Rund 50 Millionen Menschen arbeiten im Reisanbau. Landwirte, die bislang durch Tausch und Eigenzüchtung ihr Saatgut selbst produzieren und weiter entwickeln, dürften ihre Ernte künftig wegen des Patentschutzes nicht wieder aussäen. Stattdessen müssen sie Jahr für Jahr neues Saatgut und die zugehörigen Pestizide von den Konzernen erwerben.
Die „grüne Gentechnik“ ist kapitalintensiv und lässt sich deshalb nur auf großen Anbauflächen rentabel durchführen. Millionen Kleinbauern sind in Gefahr, ihre Existenz zu verlieren und müssten in die Elendsgebiete großer Metropolen abwandern

Risiken für Ökologie & Verbraucher
Hinzu kommen ökologische Risiken: Lokal angepasste Reissorten drohen durch Hochertragssorten verdrängt zu werden, was zu verstärktem Einsatz von Agrochemikalien und einer Verringerung der Artenvielfalt führt. Studien haben nachgewiesen, dass Auskreuzungen von Gen-Reis auch naturbelassene Sorten kontaminieren.
Britische Behörden bezeichneten von BAYER durchgeführte Fütterungsstudien mit Gen-Reis an Hühnern als „begrenzt aussagefähig“. Risiken für Verbraucher können nicht ausgeschlossen werden.

Helfen Sie mit
Wir kooperieren mit Partnern in fünf Kontinenten. Um international gehört zu werden, veröffentlichen wir den Aufruf gegen Gen-Reis in fünf Sprachen. Doch internationale Kampagnen kosten viel Zeit und Geld. Wir bitten Sie, unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift und nach Möglichkeit mit einer Spende.

das Flugblatt zum Thema: (Download: 20046GenReis.pdf)

weitere Informationen:

=> Umwelt- und Bauernverbände schreiben an Bundesregierung: Keine Import-Zulassung für Gentech-Reis!
=> Philippinen: Gericht verbietet Zulassung von Gentech-Reis
=> Presse Info von Save our Seeds und CBG: "BAYER muss Verantwortung übernehmen"
=> Brief an europäische Lebensmittelbehörde EFSA: Gen-Reis von Bayer nicht in der EU zulassen!
=> Glosse: "Kennen Sie den Herrn Winnacker?"
=> Gentechnik-Reis: Bayer kontaminiert BASF
=> Nach dem Skandal in den USA: Amerikanische Bauern verklagen Bayer
=> "Bitterer GenReis" - Übersichtsartikel der Coordination gegen BAYER-Gefahren
=> Umweltverbände schreiben an 25 EU-Regierungen
=> Der Standard (Österreich): Umweltverbände gegen EU-Import von gentechnisch verändertem Reis
=> Protest gegen GenReis auf BAYER-Hauptversammlung
=> Briefing about the food safety and environmental risks of Bayer's GMO rice

Ich fordere die EU und die Bundesregierung auf, die Zulassung von LL Rice62 abzulehnen

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