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Agrarsubventionen

08.11.2007, Lausitzer Rundschau

Hohe EU-Subventionen für Agrarkonzerne

Von Agrarsubventionen profitieren besonders häufig große Agrarkonzerne und Güter.
Allein der Molkereigigant Campina mit den Marken Südmilch und Mark Brandenburg habe von 2002 bis 2006 insgesamt über 12,7 Millionen Euro an Zuschüssen für Schulmilch erhalten, berichtet der „stern“ unter Berufung auf Zahlen des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministeriums.
Das Gut Schlenderhan nahe Köln bekam seit 2002 laut der Liste 521 000 Euro. Es gehört der Baronin Karin von Ullmann, deren Vermögen laut „stern“ auf 4,1 Milliarden Euro geschätzt wird. Größter nordrhein-westfälischer Empfänger war im Jahr 2006 die Obst- und Gemüsegenossenschaft Landgard, die 3,8 Millionen Euro kassierte.
Die Aufstellung nennt nach Angaben des Magazins die Betriebe in Nordrhein-Westfalen, die von 2002 bis 2006 pro Jahr mindestens 50 000 Euro erhalten haben. Namen von Privatpersonen unter den Empfängern seien aber ausgenommen.
Auf der Liste finden sich auch Unternehmen wie der Energieversorger RWE. Für die Rekultivierung ehemaliger Braunkohlegruben erhielt der Konzern seit 2002 über 2,1 Millionen Euro. Dem Chemiegiganten Bayer zahlte die EU für den Anbau von Zuckerrüben und Getreide auf seinem Versuchsgut Laacher Hof pro Jahr bis zu knapp 100 000 Euro. Der Unilever-Konzern nahm danach über seine inzwischen verkaufte Tochter Iglo seit 2004 rund 700 000 Euro ein. (AFP/sm)