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Klimalüge

AFP, 19. November 2007

Bayer will eine Milliarde Euro in Klimaschutz investieren

Leverkusen/Düsseldorf - Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will in den kommenden drei Jahren eine Milliarde Euro in den Klimaschutz investieren. "Uns ist bewusst, dass wir zu den Emittenten von Treibhausgasen zählen", erklärte Konzernchef Werner Wenning . Deshalb wolle Bayer bis 2020 den CO2-Ausstoß um bis zu 25 Prozent senken, schadstoffarme und erdgasbetriebene Firmenwagen einführen und immer mehr Firmenflüge durch moderne Technik überflüssig machen. Zudem plane der Konzern ein Null-Emissions-Bürogebäude in Indien, wolle widerstandsfähigere Pflanzen entwickeln und dazu beitragen, Pflanzen effektiver als Biokraftstoffe einzusetzen.

Die konzernkritische Vereinigung Coordination gegen Bayer-Gefahren monierte, der Pharma- und Chemieriese habe bei seiner Klimainitiative kritische Bereiche wie den umstrittenen Bau eines Steinkohlekraftwerks auf dem Werksgelände in Krefeld ausgeklammert. Dadurch würden jährlich 4,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid und jeweils 4000 Tonnen Schwefeldioxid und Stickoxide in die Luft geblasen. Da das Kraftwerk mit Kohle aus Südamerika und Australien befeuert werden solle, kämen die Emissionen beim Transport hinzu.

abgedruckt u.a. in Westdeutsche Allgemeine, Hannoversche Allgemeine, Oberhessische Presse, Täglicher Anzeiger, Deutsche Welle, AOL.de

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