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Preisabsprachen

22.01.2008, Dow Jones

Europäische Konzerne bei Malariaprogramm unter Kartellverdacht

Mehreren europäischen Pharma- und Chemieunternehmen droht einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge ein Ausschluss von Programmen der Weltbank in Indien. Ihnen wird vorgeworfen, sie hätten sich zusammengeschlossen, um für ein von der Weltbank finanziertes Anti-Malaria-Programm höhere Preise zu erzielen, schreibt die Zeitung am Dienstag. Ebenfalls denkbar sei, dass die indische Regierung Strafen verhänge.
Die Publikation beruft sich auf einen Bericht der Weltbank, dem zufolge unter anderem die Unternehmen Bayer, BASF, Aventis CropScience und Zeneca - die heutige Syngenta - von 1999 bis 2004 dem Kartel angehörten. Bei dem Beschaffungsprogramm im Volumen von 33 Mio USD, das jetzt in der Diskussion ist, geht es um Pyrethroide; das sind gängige Insektenbekämpfungsmittel.
Von 21 Bieterrunden hätten die vier europäischen Unternehmen 18 mit ähnlichen oder gleichen Preisen gewonnen, heißt es in dem Bericht. Die Ergebnisse seien vorläufig. Bevor es zu Sanktionen komme, werde es weitere Nachforschungen der Weltbank geben. Bayer und BASF sollen interne Untersuchungen gestartet haben, die den Vorwürfen gegen ihre indischen Tochtergesellschaften nachgehen. Syngenta und Sanofi Aventis kommentierten den Vorgang auf Anfrage des WSJ dagegen nicht.

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