deutsch
english
francais
espanol
italiano
Photo
Bayer Institute/US

Neue Ruhr Zeitung, 29. August 2008

Toter bei Explosion in Bayer-Werk in USA

US-Werk ist Ableger der Monheimer Bayer CropScience

Bei einer US-Tochterfirma des Monheimer Bayer-Ablegers Crop Science gab es eine Explosion. Dabei wurde in dem Werk zur Herstellung von Pflanzenschutzmitteln ein Mensch getötet. Ein weiterer Mitarbeiter sei mit Verbrennungen in eine Spezialklinik in Pittsburgh eingeliefert worden, teilte Bayer CropScience am Freitag in Monheim mit. Erste Luft-Messungen in der Umgebung der Anlage in Institute (Pennsylvania) hätten keine erhöhten Konzentrationen gefährlicher Stoffe in der Umwelt nachweisen können. Inzwischen sei das Feuer gelöscht. Zu den Ursachen der Explosion konnte Bayer zunächst keine Angaben machen. Die zuständigen Behörden hätten die Ermittlungen zu den Ursachen aufgenommen.

Die Coordination gegen Bayer-Gefahren, eine kritische Aktionärsgruppe, berichtete unterdessen, dass die Erschütterungen durch die Explosion in einem Umkreis von mehr als 15 Kilometern zu spüren waren. Tausende Einwohner in der näheren Umgebung wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Nach Darstellung der Bayer-Kritiker soll sich die Explosion in einer Anlage zur Herstellung des hochgiftigen Pestizids Methomyl ereignet haben. Unklar sei, ob auch giftige Pestizidwirkstoffe austraten. Der Präsident des zuständigen Verwaltungsbezirks soll wegen der dürftigen Informationspolitik der Werksleitung scharfe Kritik geübt haben.

NRZ, 02.09.2008

Kritik an Bayer nach Explosion in US-Werk

Drei Tage nach dem schweren Störfall im Werk Institute (USA) von Bayer Crop Science (Alfred-Nobel-Straße) - die NRZ berichtete - übt ein Netzwerk mit dem Namen "Coordination gegen Bayer-Gefahren" Kritik an der Informationspolitik des Konzerns. Vertreter der Rettungskräfte hätten bemängelt, dass nach dem Unfall mehr als zwei Stunden lang unklar war, welche Chemikalien beteiligt waren. Im Falle eines Austritts gefährlicher Chemikalien wären hierdurch Tausende Anwohner gefährdet worden. Bei der verheerenden Explosion, die in einem Umkreis von 15 Kilometern zu spüren gewesen sein soll, war ein Arbeiter ums Leben gekommen, ein weiterer hatte schwere Verbrennungen erlitten.
Auch zur geplanten CO-Pipeline äußern sich die Bayer-Gegner: Hochgefährliche Stoffe hätten in der Massenproduktion nichts verloren. Auch die Kohlenmonoxid-Pipeline gefährde die Bevölkerung in vollkommen unnötiger Weise.