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Arbeitsplatzvernichtung

Die Rheinpfalz (Ludwigshafen), 20. November 2010

Neuer Bayer-Chef greift durch

Mit Jobabbau will Marijn Dekkers den Konzern auf mehr Effektivität trimmen

Von Wolfgang Koch

Bayer sei kein Sanierungsfall, sagte Marijn Dekkers Anfang des Jahres, noch bevor er die Führung des Unternehmens am 1. Oktober übernahm. Aber er hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass er etwas ändern würde im Leverkusener Konzern. Von den weltweit 110.000 Arbeitsplätzen werden bis Ende 2012 nun zunächst 4.500 gestrichen, davon 1.700 in Deutschland.

Für die Arbeitnehmer ist das eine bittere Pille. Die Gruppe „Coordination gegen Bayer-Gefahren“, die sich seit über 30 Jahren kritisch mit den Geschäften des früheren Chemieriesen und heutigen Pharma-, Pflanzenschutz- und Kunststoffkonzerns auseinandersetzt, warnte zu Dekkers Amtsantritt vor einer rücksichtslosen Erhöhung der Renditeziele und sagte einen wachsenden Druck auf die Arbeitnehmer voraus. Der Betriebsrat, der sich zu Beginn zufrieden über den Wenning-Nachfolger geäußert hatte, muss erst einmal tiefe Einschnitte hinnehmen. (….)

Neuer BAYER-Chef: Wachsender Druck auf Arbeitnehmer befürchtet