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Antibabypillen
Yasmin-Opfer in der Bayer Hauptversammlung 2011

Presse Information vom 13. April 2012
Coordination gegen BAYER-Gefahren

„Antibaby-Pille Yasmin endlich verbieten!“

BAYER zahlt 110 Mio Entschädigung / schwere Gesundheitsschäden und Todesfälle / mehr als 11.000 Klagen

Die Agentur Bloomberg berichtet heute, dass der BAYER-Konzern in den USA mindestens 110 Millionen Dollar an Opfer gefährlicher Antibaby-Pillen zahlt. Pro Fall wird eine Entschädigung von 220.000 Dollar genannt. Mindestens 11.300 Frauen haben Klagen gegen die Firma eingereicht.

Die //Coordination gegen BAYER-Gefahren// (CBG) fordert ein umgehendes Verbot der Produktgruppe. Philipp Mimkes vom Vorstand der CBG: „Die erhöhten Risiken von Antibaby-Pillen aus der Yasmin-Gruppe sind seit Jahren bekannt. Eine weitere Gefährdung der Konsumentinnen ist daher nicht hinnehmbar. Alle Präparate mit dem Hormon Drospirenon müssen von den Behörden umgehend vom Markt genommen werden! Mit einem Einlenken der Firma BAYER ist so lange nicht zu rechnen, wie die Entschädigungen nicht die Gewinne durch den Verkauf übersteigen – eine zynische Rechnung!“. Die BAYER AG macht mit drospirenonhaltigen Antibabypillen einen jährlichen Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro.

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert zudem eine umgehende Entschädigung aller Yasmin-Opfer. Die CBG startete 2009 eine Kampagne zur Unterstützung betroffener Frauen und brachte hierzu mehrfach Gegenanträge zur BAYER-Hauptversammlung ein. Auch in der anstehenden Hauptversammlung am 27. April steht das Thema auf der Tagesordnung.

Inzwischen haben auch deutsche Betroffene Klage gegen BAYER eingereicht. Felicitas Rohrer
von der Selbsthilfegruppe Drospirenon-Geschädigter: „Diese Nachricht ist ein gutes Zeichen für alle Betroffenen. BAYER muss sich nun fragen lassen, warum der Konzern in den USA Zahlungen an Opfer leistet, sich dazu aber in Deutschland weiterhin weigert. Das Unternehmen kann nun nicht mehr behaupten, dass die Pillen der Yasmin-Familie ein gleiches Thromboserisiko haben wie ältere Antibaby-Pillen." Susan Tabbach, Mitgründerin der Selbsthilfegruppe, ergänzt: „Wir fordern schon länger einen sofortigen Verkaufsstopp von Antibabypillen mit einem höheren Risikopotenzial! Die Pillen der 3. und 4. Generation, darunter auch die drospirenonhaltige Yasmin-Familie von BAYER, verhüten nicht besser als ältere Pillen mit einem geringeren Risiko für venöse Thromboembolien. Durch eine Entschädigungszahlung können zwar teure Reha-Maßnahmen bezahlt werden, aber vielen Betroffenen ist dadurch nicht geholfen. Die Behörden müssen endlich handeln und diese Pillen vom Markt nehmen, sonst wird es weitere Geschädigte geben!".

Die Pillen Yasmin, Yasminelle, Yaz, Aida und Petibelle von BAYER, die das Hormon Drospirenon enthalten, verursachen neuen Studien zufolge ein bis zu dreifach erhöhtes Embolie- und Thromboserisiko. Nach Angaben der Aufsichtsbehörde FDA starben bisher allein in den USA mindestens 190 Frauen. Erst am Mittwoch hatte BAYER angekündigt, in den USA die Warnhinweise in den Beipackzetteln zu verschärfen. Künftig solle auf das erhöhte Risiko von Thrombosen und Schlaganfällen hingewiesen werden.

Kampagne zur Entschädigung von Yasmin-Opfern

Website der Betroffenen