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Gegenanträge

Pressemitteilung vom 23. März ´99

Chemie-Unternehmen BAYER in der Kritik:

Kritische Aktionäre reichen Gegenanträge ein

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) übergibt heute 25 Gegenanträge zur Hauptversammlung des BAYER-Konzerns. Gefordert werden darin wirksame Schritte zur Schaffung von Arbeitsplätzen, ein Programm zum vollständigen Verzicht von Schadstoff-Emissionen sowie ein Produktionsstop risikoreicher Stoffe wie Pestizide. Außerdem schlägt die CBG die Schaffung einer unabhängigen Stiftung durch den Konzern für alle Geschädigten von chemischen und pharmazeutischen Produkten vor.
Auf der Hauptversammlung am 30. April wird die CBG die Gegenanträge ausführlich begründen. Zudem werden Augenzeugen über den Missbrauch von BAYER-Pestiziden in brasilianischen Kaffee-Plantagen berichten. Ein Vertreter der jüdischen Gemeinde in Pittsburgh/USA fordert von BAYER eine gerechte Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter und einen ehrlichen Umgang mit der Firmengeschichte - auch der im Dritten Reich.
Philipp Mimkes, Geschäftsführer der CBG: „Das Unternehmen muß daran erinnert werden, daß es in unsere Gesellschaft eingebettet ist und dieser zu dienen hat. Das Allgemeinwohl ist höher zu bewerten als die Interessen von Aktionären und gutverdienenden Vorstandsmitgliedern.“ Mimkes fordert von dem Chemie-Konzern eine drastische Einschränkung des Energie- und Rohstoffverbrauchs, die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie einen Produktionsstop risikoreicher Produkte.
Die CBG, die den BAYER-Konzern seit 20 Jahren kritisch begleitet, vertritt über 200 Kritische Aktionärinnen und Aktionäre. Jahr für Jahr lädt sie Wissenschaftler, Ärzte, Journalisten und Betroffene ein, die auf der Hauptversammlung für Umwelt- und Arbeitsschutz eintreten.