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Kommentar: Beliebt wie Maden im Essen

Mittelbayerische Zeitung, 28. April 2017

Regensburg| ots Es ist eine waghalsige Wette: 66 Milliarden Dollar ist Bayer bereit zu zahlen. Für ein Unternehmen, das bestenfalls so beliebt ist wie Maden im Essen. Man frage irgendwo auf der Welt nach dem Unternehmen mit dem übelsten Leumund und wird sehr häufig Monsanto zu hören bekommen. Die US-Amerikaner haben auch kraftvoll darauf hingearbeitet. Bestechung, unterdrückte Untersuchungsergebnisse bei Gefahren, Produzent von Agent Orange im Vietnamkrieg - die haben ordentlich was auf dem Kerbholz. Entscheidend für Bayer ist aber: Haben die eine Zukunft? Dabei landet man schnurstracks im Glaubenskrieg um die Frage, wie die Welt 10 oder 12 Milliarden Menschen ernähren kann. Braucht es ein Maximum an (Gen)-Technik und Chemie, oder liegt die Lösung in einer naturnahen Agrarkultur, möglicherweise unterstützt durch Digitalisierung? Hier steht Monsanto klar auf einer Seite ganz weit außen. Den Menschen allüberall ist jedenfalls unwohl bei dem Gedanken, dass ausgerechnet Bayer-Monsanto darüber gebietet, was sie essen und was in Boden und Wasser dringt.