Aufruf Quijano

Hände weg von Dr. Quijano!

Bitte unterstützen Sie die Kampagne 
Musterbriefe im pdf-Format

Der Arzt und Toxikologe Dr. Romy Quijano deckte in Kooperation mit der Coordination gegen BAYER-Gefahren die Vergiftung von Anwohnern und Arbeitern der Bananenplantage in Kamukhaan/Philippinen auf. Mensch und Umwelt werden dort durch Pestizide von BAYER und anderen Herstellern verseucht (siehe hierzu den Artikel Das Dorf, die Pestizide und der Tod).

Anwälte des Unternehmens LADECO, dem die Plantage gehört, reichten nach der Veröffentlichung des Artikels gegen Dr. Quijano und seine Tochter eine Schadensersatz-Klage ein. Die Klage wurde im Frühjahr 2001 vom Gericht in Davao City/Mindanao abgewiesen, da die Veröffentlichung der Recherchen von „öffentlichem Interesse“ sei. Nun wurde diese augenscheinlich der Einschüchterung dienende Klage überraschend wieder aufgegriffen: Am 4. Juli 2003 entschied das philippinische Justizministerium, die Abweisung der Klage aufzuheben und den Fall neu zu verhandeln. Romy Quijano wurde am 8. September 2003 verhaftet und erst nach Zahlung einer Kaution wieder freigelassen.

Das Verfahren hat einen politischen Hintergrund: LADECO gehört der Familie Lorenzo, einer der wohlhabendsten Familien des Landes. Luis Lorenzo Jr., Besitzer der Firma und seit langem Berater der philippinischen Präsidentin Gloria Arroyo, ist im vergangenen Oktober zum Landwirtschaftsminister des Landes aufgestiegen. In dieser Funktion leitet Lorenzo ausgerechnet die philippinische Pestizid-Regulierungs-
behörde Fertilizer and Pesticide Authority.

LADECO belässt es nicht bei juristischen Einschüchterungsversuchen: im Ort Kamukhaan wurde der Großteil der Einwohner mit Hilfe von Drohungen und Geldgeschenken dazu gebracht, alle gegenüber Dr. Quijano gemachten Aussagen zurückzuziehen. Den Arbeitern der Plantage wurde verboten, mit ihm in Kontakt zu treten. Außerdem wurden Dorfbewohner dazu gebracht, Todesdrohungen gegen Quijano und seine Helfer auszusprechen. In Teilen Mindanaos herrscht Bürgerkrieg und es gibt eine große Zahl von Gewaltverbrechen, weswegen diese Drohungen ernst zu nehmen sind - zwei Mitglieder einer lokalen Bürgerinitiative, mit denen Quijano die Untersuchungen durchgeführt hatten, verließen bereits den Ort.

Setzen Sie sich mit uns für den Schutz von Dr. Quijano und seiner Familie ein und unterstützen Sie diesen Aufruf (wir leiten Ihre Unterschrift an die philippinische Regierung weiter). Oder schreiben Sie direkt an die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo und an Minister Luis Lorenzo und fordern Sie ein Ende der juristischen Einschüchterungs-
versuche gegen Dr. Quijano. Bitten Sie Außenminister Joschka Fischer, sich für Romy Quijano einzusetzen (Fax: 030-5000 3402, Musterbriefe bei uns erhältlich). Und spenden Sie für die Solikampagne „Hände weg von Romy Quijano“.

Ich unterstütze die Forderung, dass die Verfahren und Einschüchterungs-
versuche gegen Dr. Quijano beendet werden müssen

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