SWB 04/97 - Ticker

STANDORTE & PRODUKTION

PAA-Pilotanlage in Betrieb genommen
Seit Oktober läuft in einer Versuchsanlage die Produktion von PAA (Polysaparaginsäure) an. Der von BAYER als voll biologisch abbaubar bezeichnete Stoff verhindert bzw. löst Verkrustungen auf, die in Wasser eines bestimmten Härtegrades entsteht. Die avisierte Produktions-
menge liegt bei 2.000 Jahrestonnen. Nach Abschluß der Testphase ist der Bau einer PAA-Großanlage geplant.

Neue Pigmentproduktionsanlage in Uerdingen
In Uerdingen ist eine neue Produktionsstätte zur Herstellung des Farbpigmentes BAYFERROX C in Betrieb genommen worden, das in der Bau-Wirtschaft zur Färbung von Dach- oder Pflastersteinen Verwendung findet. Der Bau von zwei weiteren Produktionsstraßen ist bis 1999 geplant.

Neues Kautschuk-Werk in Leverkusen
BAYER errichtet in Leverkusen eine Anlage zur Herstellung des hydrierten Nitrilkautschuks Therban. Die Fertigstellung ist im Jahr 2000 geplant, die Produktionsmenge soll zu Beginn bei 3.000 Jahrestonnen liegen. BAYER verkauft das Vorhaben als erstes Projekt, das aus dem "Bündnis zur Standortsicherung" hervorgeht. Mehr Anlagen-Bauten sind in der Vereinbarung nicht vorgesehen. Der Rest der jährlich zugesicherten Investionssumme von 3,8 Milliarden DM hat einen unbestimmten Verwendungszweck. Ausgaben zum Werterhalt der Anlagen kommen dabei ebenso in Frage wie Maßnahmen zur Rationalisierung der Produktion.

Ionen-Austauscher in Bitterfeld und Leverkusen werden modernisiert
BAYER überholt für 200 Millionen DM seine Produktionsanlagen für Ionen-Austauscher in Bitterfeld und Leverkusen, die hauptsächlich zur Wasser-Entsalzung in Kraftwerken dienen. Am Leverkusener Standort sollen in Zukunft auch Spezial-Ionen-Austauscher zur Rheinstwasser- Produktion in der Halbleiter-Industrie hergestellt werden.

Chemie"park" in Dormagen
Nachdem der Dormagener Bürgermeister Heinz Hilgers in seiner Begrüßungsrede auf dem "Zweiten Wirtschaftsforum" die üblichen netten Worte gefunden hatte, erläuterte der stellvertretende Dormagener Werksleiter Dr. Horst Huck BAYERs Vorstellungen von einem Chemiepark. Die gute Infrastruktur, die zu erwartenden Synergie-Effekte, die Akzeptanz der Chemie in der Stadt und die "gute genehmigungs-
rechtliche Lage" ermögliche die Ansiedelung von weiteren Unternehmen der chemischen Industrie. Auch für andere Standorte sei die Idee des Chemieparks bereits angedacht, so sprach Huck.

BAYER telefoniert mit SIEMENS
BAYER profitiert von der Deregulation des Telekommunikationsmarktes und hat SIEMENS den Auftrag erteilt, die Standorte Leverkusen, Dormagen, Wuppertal und Uerdingen mit dem neuen Kommunikations-
system "Hicom 300 E" auszurüsten. Es integriert schnurlose Telefone, ermöglicht Video-Konferenzen mit gemeinsamer Bearbeitung von Dokumenten und ist durch Breitband-Technologie in lokale Daten- netze integrierbar. Durch Sprach-Kompression können laut SIEMENS Leitungskosten von bis zu 75 % gespart werden, was für BAYER mit seinen über die ganze Welt verstreuten 100.000 Anschlüssen ein hübsches Sümmchen ausmacht.