SWB 01/97 - Ticker

IG FARBEN & HEUTE

IG FARBEN-Verbrechen in Frankreich
(Humanité) Der IG-FARBEN-Konzern hat durch ein ausgeklügeltes Firmengebilde auch in Frankreich sein Unwesen getrieben. Im Februar 1941 beteiligte sich das französische Chemie-Unternehmen UGINE an der Gründung einer "gemischten Gesellschaft" namens "DURFERRIT- SOFUMI", die wiederum das Ergebnis einer Firmenfusion von zwei früher selbständigen Gesellschaften war. Die eine davon verkaufte die DURFERRIT-Salze, hergestellt in Frankreich auf der Grundlage von Zyankali nach einem deutschen Verfahren, dessen Lizenz UGINE erworben hatte. Die andere, die "Französische Gesellschaft für Räucherstoffe", fabrizierte Zyanwasserstoffsalze (Blausäuresalz), ebenfalls nach deutschen Unterlagen. 1941 werden beide zusammengeschlossen. DURFERRIT-SOFUMI wird mit einem Anfangskapital von 400.000 Francs ausgestattet, von dem 49 Prozent durch die deutsche IG FARBEN- Gesellschaft DEGESCH gehalten wird. Letztere war bekanntlich auf die Herstellung von "Schädlingsbekäm-
pfungsmitteln" spezialisiert und ein Unternehmen mit strategischer Bedeutung für die IG-FARBEN. Sie produzierte und lieferte das berüchtigte Gas Zyklon B für einen "Markt", auf dem sich bei garantiert stabiler Auftragslage wunderbare Gewinne machen ließen. Nämlich für die KZ-Vernichtungslager der SS.