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PESTIZIDE & HAUSHALTSGIFTE
Erster Schritt zur Ächtung von Pestiziden Auf Vermittlung der
UN-Wirtschaftskommission für Europa (UN-ECE) haben sich die europäische und US-amerikanische Industrie mit ihren Regierungen auf Verhandlungen über das Verbot von bestimmten Pestiziden geeinigt. Auf der möglichen
Verbotsliste stehen u. a. Dioxine, Furane, Hexachlorbenzol, Endrin, PCB und DDT. Keine Einigung wurde erzielt über die Aufnahme von Lindan, Pentachlorphenol, sowie bestimmte Parafine. Bewegung in die
Verbotsdiskussion kam durch die in letzter Zeit gehäuft publizierten Erkenntnisse über die Schwächung des Immunsystems und die sinkende Zahl der Spermien bei Männern. Im Frühjahr 1998 ist der Abschluß eines
Vertragsprotokolls mit 54 amerikanischen, asiatischen und europäischen Mitgliedsstaaten der UN-ECE geplant, wenn nicht BAYER und die gesamte Pestizid-Lobby das Werk noch verhindern.
Pestizide und Duftstoffe killen menschliche Fruchtbarkeit Chemische Verbindungen
finden sich mittlerweile nahezu überall. Viele von ihnen, wie das früher von BAYER produzierte DDT, aber auch Duftstoffe der BAYER-Tochter HAARMANN & REIMER, wirken auf den Menschen wie Hormone. Und werden durch
aktuelle Studien dafür verantwortlich gemacht, daß z. B. die Zahl der Samenfäden im männlichen Ejakulat von 1940 bis heute auf nahezu die Hälfte reduziert wurde; oder daß sich die Häufigkeit von Hodenkrebs in den
westlichen Ländern seit den 50er Jahren verdreifacht hat; oder daß die Rate von Brustkrebs bei Frauen seit 1970 um 40 % stieg u. v. m. Inzwischen sind diverse Forschunngsprogramme angelaufen. Das deutsche
Umweltministerium hat für die kommenden drei Jahre 4,5 Millionen Mark zur Verfügung gestellt, auch die EU und selbst die Industrie wollen forschen. Da aber die meisten wissenschaftlichen Einrichtungen in irgendeiner
Weise von Konzernen abhängig sind, stellt sich die Frage nach der Unabhängigkeit der bevorstehenden Ergebnisse. KritikerInnen wissen schon heute, daß eine Vielzahl von Pestiziden und Duftstoffen sich derart
katastrophal auf die Vermehrungsfähigkeit von Tieren und Menschen auswirken, daß sie unverzüglich vom Markt genommen werden müßten. Daß es nach Abschluß der Studien dazu kommt, gilt jedoch als ausgeschlossen.
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