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STANDORTE & PRODUKTION
Neues Titandioxid-Werk in Uerdingen Im Rahmen des Joint-ventures mit KERR-MCGEE
CHEMICAL LLC, an dem BAYER 20% der Anteile hält, ist der Bau einer neuen Titandioxid-Anlage in Uerdingen beschlossen worden (siehe auch unter IMPERIUM & WELTMARKT). BAYER produzierte den Stoff bisher nach dem
Sulfat-Verfahren; der neuen Anlage liegt die von KERR-MEGEE entwickelte Chlorid-Technologie zugrunde. Titandioxid findet als Weißpigment bei der Herstellung von Farben, Lacken und Kunststoffen Verwendung.
Neuer Pharma-Bau in Wuppertal Die USA, Japan und die Bundesrepublik stellen die
größten Pharma- Märkte der Welt dar. Deshalb konzentriert BAYER seine Forschungs- einrichtungen auch auf diese drei Länder. In Wuppertal wurde im Januar ein Erweiterungsbau eingeweiht, der mit einer neuartigen
Labor-Technik ausgestattet ist. Zusätzlich zu den angestammten Forschungsgebieten Herz, zentrales Nervensystem und Infektionen will man sich in Zukunft auch der Schmerz-Therapie und den Leber-Krankheiten widmen.
Siliziumscheiben-Produktion in Gelsenkirchen In Bonn stellten Forschungsminister Jürgen Rüttgers, NRW-Wirtschafts-
minister Wolfgang Clement, der bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu sowie Vertreter von BAYER, SHELL und RWE ein industriepolitisches Programm zur Herstellung von Solarzellen vor. Der Bund läßt sich die
Förderung dieser "Zukunftstechnologie" einiges kosten. Mit 30 Millionen Mark unterstützt er den Bau von Produktions- stätten in Gelsenkirchen und Alzenau. BAYER kommt in dem Verbund die Aufgabe zu, den
Rohstoff, Siliziumscheiben zu liefern.
Chemieparks unausgelastet Die Chemieparks in Knapsack und um die BAYER-Werke in
Leverkusen und Dormagen stehen nicht gerade in vollster Blüte. Es ist bisher nicht in ausreichendem Maße gelungen, chemische Betriebe zur Ansiedlung zu bewegen. In Nordrhein- Westfalen, wo zwischen 1987 und 1995
20.000 von 90.000 Arbeitsplätzen in der Chemie-Industrie verloren gegangen sind - unter anderem bei BAYER, HOECHST und RHONE- POULENC RORER - ist sogar mit weiteren Entlassungen zu rechnen. So hat die Degussa
angekündigt, ihr Werk in Knapsack zu schließen und in ihrer Kalscheurener Ruß-Fabrik Personal einzusparen. Die Chemiepark-Idee entwickelte sich aus der Notwendigkeit heraus, Freiflächen, die durch platzsparende,
moderne Produktionsanlagen entstanden sind, zu vermarkten. Daß dies bisher nicht wie erwünscht geklappt hat, führt der Leverkusener BAYER-Werksleiter Ludwig Schmidt natürlich auf die angeblichen Standort-Nachteile
Umwelt- Auflagen, Lohnkosten und die hohe Steuerlast zurück.
BAYER-Tochter schluckt ISL-Chemie Die zu BAYER gehörende RHEIN CHEMIE RHEINAUE GMBH
hat die Herwegener Firma ISL CHEMIE übernommen. Da sie hauptsächlich Polythurethane, Gummi und Schmierstoffe herstellt, sah sie in der Produkt-Palette von ISL - Farben und Lacke für Polythurethane - eine gute
Ergänzung für den eigenen Geschäftszweig. Ob es zu Entlassungen kommen wird, wurde nicht bekannt.
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