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UMWELT & SCHMUTZ
Weniger Umweltschutz Die Globalisierung und die Standort-Debatte bieten den
Unternehmen einen willkommenen Anlaß, ihre Umweltschutz-Ausgaben zurückzufahren. In Nordrhein-Westfalen fielen sie beim produzierenden Gewerbe von 3,5 auf 1,05 Milliarden Mark.
Nachhaltige (Profit-)Entwicklung "If you can’t beat it, join it!" Nach
dieser Divise handelt die Chemie- Industrie und läßt sich zumindest der Form halber auf den Terminus "Nachhaltige Entwicklung" ein. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker veranstaltete in Heidelberg eine
Tagung zum Thema "Wege und Beiträge der Chemie zum Sustainable Development: Stoffe und Umwelt". Den gleichlautenden Eröffnungsvortrag durfte der BAYER- Mann Dr. Herwig Hulpke halten. Er referierte unter
anderem über die drohende Rohstoff-Knappheit, die Möglichkeit, nachwachsende Ressourcen als Rohstoffe zu neuen Produkten zu nutzen und über die Steigerung der Ressourcen-Effizienz bei chemischen Prozessen. Also über
bestenfalls ökologisch verbrämte ökonomische Themen.
BAYER gegen Emissionsfernüberwachung Der BAYER-Konzern sträubt sich gegen die vom
Land Nordrhein-Westfalen geplante Einführung der Emissionsfernüber- wachung (Efü). Sie würde den Umweltbehörden per Daten-Highway eine ständige Fernabfrage von Emissionsdaten erlauben. Bei BAYER wären davon die
Kraftwerke in Leverkusen, Krefeld und Dormagen, die Sonderabfall- Verbrennungsanlagen in Leverkusen und Krefeld sowie diverse andere Produktionsanlagen betroffen. So genau will sich BAYER aber nicht auf die Finger
schauen lassen. Man verpflichtet sich lieber selbst, verweist auf die hohen, natürlich standortgefährdenden Kosten der Efü und hat Widerspruch beim Regierungspräsidenten Franz-Josef Antwerpes eingelegt. Sollte der
abgelehnt werden, will BAYER sogar gegen die Efü-Einführung prozessieren.
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