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WASSER, BODEN & LUFT
Die Rechtsrheinische Gas- und Wasserversorgung versorgt BAYER weiter. Das
BAYER-Werk in Köln-Flittard bezieht das für die Produktion benötigte Wasser in den nächsten 20 Jahren weiter von der Rechtsrheinischen Gas- und Wasserversorgung (RGW). 2,5 Millionen Mark investiert dabei der
kommunale Wasserversorger in die Überholung seiner Anlagen, um BAYER wie in den Vorjahren 20 Millionen Kubikmeter blitzsauberes Betriebswasser liefern zu können. BAYERS Wasserverbrauch ist enorm. Allein das
Leverkusener Werk fördert jährlich 160 Millionen Kubikmeter qualitativ hochwertiges Grundwasser aus eigenen Brunnen - ohne für diese Wahrnehmung "alter Wasserrechte" einen Pfennig zu bezahlen. Das
entspricht etwa dem Trinkwasser-Bedarf Kölns. An Abwasser produziert BAYER doppelt so viel wie die Stadt, noch dazu ist es wegen seines hohen Verunreinigungsgrades bedeutend schwerer wieder aufzubereiten.
Genehmigung für BAYER-Wasserwerk
"Freies Wasser für freie Unternehmen" heißt es auch in Zukunft für das Dormagener BAYER-Wasserwerk Tannenbusch, das auch Teile von Dormagen
mitversorgt. Die Bezirksregierung in Düsseldorf erteilte dem Chemie-Konzern bis zum Jahr 2012 die wasserrechtliche Genehmigung für die Grundwasser-Entnahme im Umfang von zwei Millionen Kubikmetern pro Jahr zum
Nulltarif. Winkeladvokatisch mußte dazu das Werksgelände weiterhin zum Wasserschutzgebiet erklärt werden. Das Wassernotstandsgebiet, nicht zuletzt geschaffen durch die BAYER- Einleitungen in den Rhein, beginnt erst
jenseits der Werkszäune.
Weiterbetrieb von Gemeinschaftskläranlage Trotz einer Aufforderung der Kölner
Bezirksregierung, die gemeinsame Behandlung von kommunalen und industriellen Abwässern zu stoppen, wird das Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen-Bürrig weiterbetrieben. Denn auf den Wupper-Verband als Träger wäre beim
Bau eines neuenKlärwerks eine Investitionssumme von fast einer Milliarde Mark zugekommen. Als Retter in der Not präsentierte sich BAYER. Der Konzern erarbeitete ein Konzept, nach dem die Anlage durch
Teil-Modernisierungen weiterbetrieben werden kann. Die Kosten für die notwendigen Umrüstungen der Regen-Rückhaltebecken muß allerdings die Stadt Leverkusen tragen. Geschickt eingefädelt: BAYER denkt und verschmutzt,
die anderen zahlen und klären.
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