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IMPERIUM & WELTMARKT
BAYER im EU-Aktienindex BAYER gehört zu den 11 deutschen Unternehmen, die in den
europäischen Aktienindex "Euro Stoxx 50" aufgenommen wurden. Dabei sind jeweils die Branchenführer der einzelnen Industrie-Bereiche. BAYER erhielt den Vorzug vor HOECHST und BASF. Von der Kapital- Stärke
her wird der europäische Aktienmarkt hinter dem der USA der zweitgrößte der Welt werden.
Mehr Kautschuk in Port Jérôme BAYER will im französischen Port Jérôme mehr
Synthese-Kautschuk produzieren. Der Konzern investiert 90 Millionen Mark in die Kapazitätserweiterung. Mit einem avisierten Ausstoß von 120.000 Jahrestonnen wird das Werk dann Europas größte Anlage zur Herstellung
von Polybutadien- und Styrolbutadien-Kautschuk sein.
Emaille-Produktion verkauft BAYER hat den Unternehmensbereich "Emaille und
Keramik" an eine britische Investorengruppe veräußert, da er für die Manager nicht mehr zum Kerngeschäft zählt. Der Umsatz der Sparte betrug zuletzt 200 Millionen Mark. Was aus den ca. 500 Beschäftigten des
Bereichs wird, wurde nicht bekannt.
Eisenoxid-Geschäft von HAWLEY erworben Die britische Beteiligungsgesellschaft von
BAYER, BAYER PLC, hat von der englischen Firma W. HAWLEY & SON LTD den Bereich Eisenoxid- Pigmente übernommen. Durch den Zukauf kann BAYER jetzt Eisenoxide nicht nur zur Weiterverarbeitung, sondern auch als
Endprodukt anbieten, und so seine Marktposition bei den anorganischen Pigmenten weiter ausbauen.
Saatgut-Sparte von ZENECA gekauft BAYER hat die britischen
Saatgut-Produktionsstätten der Firma ZENECA erworben, um die Position des Konzerns in dieser Wachstumsbranche weiter auszubauen.
Kautschuk mit NIZHEKAMSKNEFTECHIM BAYER und das russische Unternehmen AO
NIZHEKAMSKNEFTECHIM mit Sitz in der Republik Tatarstan haben ein Joint-venture zur Herstellung von Butyl- und Halobutylkautschuk gegründet. Das Gummi findet hauptsächlich in der Reifen- Fertigung Verwendung. Mit
einer Produktion von 200.000 Jahrestonnen nimmt BAYER unter den Kautschuk-Anbietern weltweit den zweiten Rang ein.
Kooperation mit SYMYX BAYER und der US-Konzern SYMYX TECHNOLOGIES haben
vereinbart, künftig auf dem Gebiet der Werkstoff-Forschung zusammenzuarbeiten. Mittels neuartiger Verfahren der kombinatorischen Chemie sollen Werkstoffe für die Elektronik-Industrie und zur Produktion von
Katalysatoren und Kunststoffen entwickelt werden. 52 Millionen Dollar stehen dafür zur Verfügung.
Baytown boomt BAYER baut das Werk in Baytown, Texas, für 25 Millionen Dollar aus,
um auf die steigende Nachfrage im Lack-Bereich reagieren zu können. Schon in der Vergangenheit waren dort die Produktionskapazitäten immer wieder ausgeweitet worden.
Brasilianische Eisenoxide Die brasilianische BAYER-Tochter hat eine von GLOBO SA
übernommene Eisenoxid- Anlage modernisiert und ausgebaut. Die Gesamtinvestionskosten beliefen sich auf 50 Millionen Dollar.
Erwerb von Thermoplaste BAYER-Brasilien hat von NITRIFLEX den
Geschäftsbereich Thermoplaste übernommen. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt. In den Ausbau der Anlagen will man 22 Millionen Dollar investieren.
kolumbianische Lebensmittelzusatzstoffe BAYER
plant, in Bogota, Kolumbien, ein Werk zur Herstellung von Nahrungsmittelzusatzstoffen zu errichten. Es soll nur 10 Millionen Dollar kosten und bereits 1999 die Produktion aufnehmen. Dann können sich diejenigen
SüdamerikanerInnen, die oberhalb der Armutsgrenzen leben, auf noch mehr "convenience food" wie künstlich aromatisierte Jogurts, Tütensuppen und Tiefkühlkost freuen.
Chemie-Mann neuer chinesischer Minister BAYERs Umsatz in China betrug 1997 ca. eine Milliarde Mark. In den nächsten Jahren könnte er beträchtlich steigen, denn mit Sheng Huaren ist ein Chemie-Experte
neuer chinesischer Super-Minister für Wirtschaft und Handel geworden. Als Chef des weltgrößten Chemie-Konglomerats SINOPAC kennt er durch Verhandlungen über strategische Allianzen alle großen Chemie-Bosse. Und bei
seinem Projekt, die großen Staatsbetriebe zu privatisieren, dürfte auch für BAYER so manches Schnäppchen abfallen.
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