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ÖKONOMIE & PROFIT
Chemie-Wachstum schrumpft Die europäische Chemie-Industrie erwartet nach Angaben
des Europäischen Chemieverbandes CEFIC für 1998 nur noch ein Wachstum von unter 3 %. Im vergangenen Jahr betrug es 5 %. Der Export wird voraussichtlich nur noch um 6 % zunehmen (1997: 11,9 %). Als Ursache gibt
der Verband das Ende der guten Branchen- Konjunktur sowie die Krise in Südostasien an.
BAYER rechnet sich arm Einige steuerpolitische Programmpunkte der SPD sehen vor,
die Großunternehmen stärker zur Kasse zu beten. Die zeigen sich allerdings gelassen. Heribert Zitelsberger, BAYERs Steuerchef, glaubt nicht daran, daß die SPD im Falle eines Wahlsieges "die
Gestaltungsmöglichkeiten der Unternehmen bei der Gewinnermittlung an internationale Standards angleichen" wird. "Wir haben in Europa eine völlig andere Bilanzkultur", antwortete er Capital. Auch
andere Unternehmenssprecher zweifeln daran, daß Schröder sie um die im SPD-Programm veranschlagten 20 Milliarden Mark erleichtern wird. So wird die Bundesrepublik wohl doch eine Steueroase bleiben, wo Rückstellungen
großzügig bewertet werden, wo es möglich ist, Gewinne und Verluste zu den steuer- günstigsten Sitzen von Tochterfirmen zu transferieren, wo Unternehmen über interne Verrechnungen oder Kreditvergaben zwischen
Stammhaus und Niederlassungen Unsummen sparen können und wo selbst abgeschriebene Bilanzposten noch Geld abwerfen.
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