SWB 03/98 - Ticker

POLITIK & EINFLUSS

Schneider bekommt Preis
Für seinen "herausragende(n) Beitrag zur Entwicklung der deutsch-amerikanischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen" ist BAYERs Vorstandsvorsitzender Dr. Manfred Schneider vom "American Council on Germany" mit dem McCloy Award ausgezeichnet worden. Richard Burt, ehemals US-Botschafter in Bonn, übergab die Urkunde. Die Laudatio hielt Clinton-Vorgänger George Bush.

Umweltpreis für BAYER-Manager
Der TÜV Rheinland/Berlin-Brandenburg zeichnete den Leiter des Konzernstabes Umweltpolitik bei BAYER, Herwig Hulpke, für seine Verdienste um den "produktionsintegrierten Umweltschutz" aus. Wie kompetent der Technische Überwachungsverein in Sachen Umweltschutz ist, stellte er mit seiner unrühmlichen Rolle als Gutachter der CASTOR-Genehmigungsbehörden unter Beweis. Bei der Entgegennahme des mit 25.000 Mark dotierten Preises ließ Hulpke die angeblichen Errungenschaften BAYERs in Sachen Umweltschutz Revue passieren und gab einmal mehr die Devise aus: "Umweltschutz muß auch ökonomisch Spaß machen". Die strahlenden CASTOR-Transporte, den GAU aller industriellen Selbstverpflichtungen, meinte er damit allerdings nicht. Die Festrede hielt der Ex-Umweltminister und jetzige Direktor der UN-Umweltorganisation UNEP, Klaus Töpfer, ein CDU- Politiker, der von HOECHST protegiert in seine Funktionen kam.

Kolumbien ehrt BAYER
Die kolumbianische Regierung verlieh BAYER die höchste Auszeichnung des Landes. Ihrer Ansicht nach hat sich das Unternehmen um die wirtschaftliche Entwicklung Kolumbiens verdient gemacht.

SPD-Arbeitskreis besucht BAYER
Um sich "vor Ort über das Thema Gentechnik" zu informieren, besuchte ein Energie und Umwelt-Arbeitskreis der SPD das BAYER-Werk Monheim. Unter anderem stand die Besichtigung der Labore, des Gewächshauses und des Tropicariums auf dem Programm.

Blüm besucht Betriebsräte
Auf Initiative des Neusser CDU-Bundestagsabgeordneten Hermann Gröhe traf sich Bundesarbeitsminister Norbert Blüm mit BAYER- BetriebsrätInnen. Erwartungsgemäß lobte er in seiner leutseligen Art die "Standortsicherungsvereinbarung" als einen Akt praktizierter Solidarität zwischen den Generationen, da die Älteren zugunsten der Ausbildung der Jüngeren auf Privilegien verzichtet hätten. Der BAYER-Betriebsrats-
vorsitzende Karl Josef Ellrich klagte dem Minister dann sein Leid, wie schwierig es doch gewesen sei, die Beschäftigten von den Vorteilen des Standort-Vertrages zu überzeugen. Kritik steckte auf der Veranstaltung weder Ellrich noch Blüm ein.

CDU-MdB bei BAYER
Der äußerst BAYER-aktive CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe traf Walter Schulz, den Dormagener Werksleiter, zu einem "intensiven Meinungsaustausch". Wie bei solchen Gelegenheiten üblich, würdigte Schulz die Verzichtsleistungen der Belegschaft, wie sie in der "Standortssicherungsvereinbarung" beschlossen worden waren. Weitere Gesprächsthemen waren der Euro, die Steuerreform und die Ausbildungssituation.