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TIERE & VERSUCHE
Tierschutz standortgefährdend Dem Bundestag liegen mehrere Gesetzesentwürfe vor,
die zum Ziel haben, dem Tierschutz Verfassungsrang einzuräumen. Sollte ein entsprechendes Vorhaben gelingen, so hätte dies auch Auswirkungen auf die Unmenge von Tierversuchen in bundesdeutschen Forschungs-
labors. Bei einer Anhörung des Rechtsausschusses warnte deshalb der BAYER-Vertreter Bernward Garthoff vor einem Tierschutz- Paragraphen. Schon eine minimale Grundgesetzänderung könne eine große Rechtsunsicherheit
zur Folge haben, die den Standort Bundesrepublik gefährden würde. Bereits jetzt sei eine deutliche Verlagerung der tierexperimentellen Forschung ins Ausland zu beklagen.
556.000 tote Tiere 1,5 Millionen Versuchstiere starben 1996 in bundesdeutschen
Labors, ein Drittel davon, 556.000, verendete in den Fängen der Pharma- Industrie. Eine ungeheure, dennoch aber rückläufige Zahl: 1977 gab es noch 4,1 Millionen Pillen-Opfer. Ein Erfolg der TierversuchsgegnerInnen,
auf deren politischen Druck hin einige Alternativ- Verfahren für Arznei- mitteltests entwickelt wurden. In der Grundlagenforschung blieb die Zahl der getöteten Tiere dagegen weitgehend konstant. Die tatsächliche
Anzahl ist allerdings viel höher, da nach einer zynischen zoologischen Hierarchisierung nur Wirbeltiere unter die Versuchstiermeldeverordnung fallen, nicht aber die wirbellosen Arten. Allein BAYERs Pestizid-
Forschung in Monheim bringt wöchentlich 100.000 Fliegen, 80.000 Mücken und 10.000 Schaben aus eigener Zucht den Tod.
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