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TIERE & VERSUCHE
Gesetze behindern Tierversuch-Alternativen 1,2 Millionen Tiere starben 1996 in den
Labors für die Entwicklung neuer Chemikalien, Arzneimittel, Agrochemikalien und Medizinprodukte. In der Grundlagenforschung ging die Zahl zurück. Computerisierte Screening- Verfahren zur Wirkstoffindung ersparen
hier vielen Tieren den Labor- Tod. Zudem sind in diesem Bereich Tierversuche nicht gesetzlich vorgeschrieben, was die Etablierung von alternativen Verfahren erleichtert. Schreibt der Gesetzgeber hingegen
Tierversuche vor, wie bei den Zulassungsprüfungen von Arzneimitteln, müssen sich Alternativ- Verfahren wie der von BAYER entwickelte Arzneistofftest an Puteneiern einer abschreckend langen und teuren
Bewertungsprozedur unterziehen. So nehmen die Versuchstierzahlen jährlich nur um 5 bis 10 % ab, und die Vorgabe des Tierschutzgesetzes, Tierversuche möglichst durch Alternativ- Verfahren zu ersetzen, bleibt
Makulatur.
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