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UNFÄLLE & KATASTROPHEN
Drei Tote bei Explosion Auf der Tankerbrücke der BAYER-Tochter EC ERDÖLCHEMIE in
Dormagen kam es zu einer Explosion, bei der drei Menschen starben und zehn Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt wurden. Das Unglück ereignete sich während des Abfüllens von Benzin auf ein Tanklade-Schiff. Die
Detonation war kilometerweit zu hören; eine riesige schwarze Rußwolke stieg auf. In der ganzen Region war die Luft so von Benzin angereichert, dass es sogar auf der Zunge spürbar war. Die Behörden forderten die
Menschen auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten und lösten Rheinalarm aus. Obwohl bis zu 750 Tonnen des kohlenstoffhaltigen Benzingemisches in den Fluss gelangten, gab die NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn
schon am nächsten Tag Entwarnung. Von Leichtbenzin gehe keine schwerwiegende Gesundheitsgefährdung aus, es verursache "nur" Kopfschmerzen. Thomas Lenius vom BUND FÜR UMWELT UND NATURSCHUTZ DEUTSCHLAND
(BUND), der in Dormagen lebt und an der Unglücksstelle war, widerspricht dieser Einschätzung. Er ist der Meinung, dass durch die Explosion giftige Benzole freigesetzt wurden. Bei Benzol handelt es sich um einen
chemischen Stoff, der krebserregend wirkt und das Immunsystem angreift.
Über die genaue Unfallsursache wurde noch nichts bekannt. Menschliches Versagen kommt ebenso in Betracht wie mangelnde Sicherheitsvorkehrungen auf dem Schiff
oder Mängel auf der Ladestation der EC ERDÖLCHEMIE.
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