SWB 03/99 - Ticker

TIERE & ARZNEIEN

Rindersterben durch verunreinigten Impfstoff
BAYER verkaufte in Holland eine verunreinigte Tierarznei. Der Impfstoff gegen die Rindergrippe - ein sog. Vakzin, das aus lebenden Krankheitserregern besteht - wurde mehr als eine Million Male verabreicht. Über 3.000 ZüchterInnen verloren Teile ihres Bestandes. Die Rinder erlitten nach dem Impfen so starke Durchfälle, dass sie getöten werden mussten. Mit 11 Betrieben, in denen insgesamt 1.400 Tiere starben, einigte BAYER sich auf die Zahlung einer Entschädigungssumme von mehreren Millionen Mark. Der niederländische Landwirtschaftsverband LTO forderte den Chemie-Multi unterdessen auf, Haftung für den Gesamtschaden zu übernehmen. Die Zulassung für die Tierarznei hob die Behörde bis auf weiteres auf.

Gift im Fleisch
Tote Hunde, Katzen und Rinder werden in sog. Tierkörper- Beseitigungsanstalten zu "Tiermehl" weiterverarbeitet, das in der Massentierhaltung als Futter-Zusatz Verwendung findet. Abgesehen davon, dass dieses Vorgehen absolut barbarisch ist, geht von ihm auch ein erhebliches Gesundheitsrisiko für den Menschen aus. Die Kadaver, insbesonders wenn sie selber aus der Massentierhaltung stammen, stecken nämlich voller "Giftmüll" - Antibiotika, Wachstumsförderer oder Mittel gegen Parasitenbefall. Über den Nahrungskreislauf gelangen sie in den menschlichen Körper und können dort Krankheiten auslösen. BAYER ist einer der größten Tierarznei-Hersteller der Welt, weiß von diesem Missstand und lässt diese Gesundheitsgefährdung widerspruchsfrei geschehen.