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PLASTE & ELASTE
Chemie in Baustoffen "BAYER hat eine Menge für die Baubranche zu bieten: für
Boden, Wand und Dach, für Projekte und Baustoffzusätze. Von Asphaltpigmenten und Parkettlacken über Dichtstoffe, Polyurethanrohstoffe für Wärmedämm- und Montageschäume bis zu transparentem Polycarbonat reicht die
Palette." So steht es im Firmen-Prospekt "BAU KONSTRUKTIV". In einer Stellungnahme zu einer chemiepolitischen Diskussion im Büro für Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages kritisiert der
Chemiker Gerd Schneider, dass es für diese gefährlichen Substanzen in Baustoffen keinerlei Grenzwert-Bestimmungen gibt, um möglichen Gesundheitsrisiken vorzubeugen. Noch nicht einmal zu einem Erlass von
Vorsorgewerten nach DIN-Norm konnte sich das Bundesbauministerium durchringen. Und die Umsetzung der EU-Bauprodukterichtlinie in nationales Recht wird ebenfalls schon seit ein paar Jahren verzögert.
Richtlinie über flüchtige Verbindungen Kunststoffe, Farben und Lacke enthalten
Zusätze wie Weichmacher, Stabilisatoren, Löse- und Flammschutzmittel, die leicht flüchtige Verbindungen ausgasen lassen. Diese können auf das Nervenzentrum einwirken und Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und
Konzentrationsstörungen verursachen. Daher hat die EU jetzt eine Richtlinie über die Begrenzung von Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen erlassen. Die Mitgliedsstaaten müssen sie bis zum Jahr 2001 in
nationales Recht überführen. Die Richtlinie gilt allerdings nur für Schadstoffe, die während des Herstellungsprozesses entstehen. Die Belastung, die durch die Endprodukte, beispielsweise durch die BAYER-Kunststoffe
in Auto-Innenräumen (SWB 4/99), hervorgerufen werden, erfasst die Neuregelung nicht.
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