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SPORT & MEDAILLEN
KFC Uerdingen vor dem Aus Mit BAYER Leverkusen und BAYER Uerdingen unterhielt der
Chemie-Multi einst zwei Werksfußball-Mannschaften. Dann begann der Konzern jedoch, sich auch beim Sport-Sponsoring auf die "Kernbereiche" zu konzentrieren, also auf erfolgreiche Mannschaften, die die Marke
"BAYER" in der Öffentlichkeit werbewirksam repräsentieren können. Der in die Selbständigkeit entlassene Regionalligist BAYER Uerdingen, jetzt KFC Uerdingen, steht nun kurz vor der Pleite. In einer
Pressemitteilung schrieb der Vereinspräsident Hermann Tecklenburg, "dass ein mittelfristiges Überleben des KFC Uerdingen ohne die Hilfe der BAYER AG aus meiner Sicht kaum möglich sein wird." Und der
ehemalige große Bruder BAYER Leverkusen benutzt den Club auch noch als kostenloses Spieler-Reservoir - eine Transfer-Entschädigung für den Fußballer Spizak, der zum Daum-Team wechselte, steht nämlich nach
Tecklenburg noch aus.
Zweiter Sponsor für BAYER Leverkusen? Der Leverkusener Chemie-Multi sucht
mittelfristig einen Partner mit ähnlichen Werbe-Interessen, der bereit ist, beim Fußball-Club BAYER Leverkusen mit einzusteigen. Jürgen von Einem, der Sportbeauftragte des Konzerns, denkt dabei vornehmlich an
Unternehmen aus der Medien- oder Sportartikel-Branche. Aber einen Rückzug auf Raten bedeutet das keineswegs. Selbstbewusst verkündete von Einem, dass am BAYER-Wesen die Bundesliga genesen solle: "Ich glaube
nicht, dass sich ein Verein an der Spitze halten wird, wenn er nicht einen großen Geldgeber, einen Konzern zum Beispiel, und das entsprechende Know-how im Rücken hat."
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