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IMPERIUM & WELTMARKT
Morich und Zaby neu im Vorstand Der BAYER-Aufsichtsrat hat mit Frank Morich und
Gottfried Zaby zwei neue Vorstandsmitglieder ernannt. Sie werden Hans-Jürgen Mohr und Walter Wenninger ersetzen. Morich ist zukünftig für "Forschung & Entwicklung", "Marketing und Logistik"
sowie für das Arbeitsgebiet "Gesundheit" zuständig. Zaby tritt den Vorstandsausschüssen "Personal" und "Marketing und Logistik" bei und übernimmt die Ressorts "Chemie" und
"Europa".
AGFA-Geschäfte Die ehemalige BAYER-Tochter AGFA, an welcher der Leverkusener
Chemie-Multi über ein Aktien-Paket immer noch eine Beteiligung von 30 % hält, übernahm den Bereich "Ultraschallgeräte" von KRAUTKRÄMER und beteiligte sich an dem belgischen Unternehmen QUADRAT N.V., das
auf radiologische Informationssysteme spezialisiert ist.
Kooperation mit ANALYTICON BAYER hat das Berliner Biotech-Unternehmen AnalytiCon
beauftragt, auf dem Gebiet der Naturstoff-Gewinnung aus Biomaterialien zu forschen und zahlt der Firma dafür sechs Millionen Mark (siehe auch GENE & KLONE).
Schaumstoff-Stabilisatoren von BYK gekauft Das Joint-Venture GE BAYER SILICONES, an
dem GE PLASTICS 50,1 % und BAYER 49,9 % der Anteile hält, hat den Geschäftsbereich "Schaumstoff-Stabilisatoren" von der BYK-Chemie erworben. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt.
Kunststoff-Platten mit RÖHM Nachdem der Chemie-Multi das Geschäftsfeld
"Kunststoff-Platten" im letzten Jahr durch Zukäufe von AXXIS, DSM und LASERLITE gestärkt hatte, kündigte er jetzt ein Joint-Venture mit RÖHM an. Als Sitz des Gemeinschaftsunternehmens mit dem Namen
MAKROFORM GmbH ist Darmstadt vorgesehen. Die Massivplatten aus Polycarbonat oder Polyester finden in der Industrie-Produktion, in der Bauwirtschaft und im Kommunikationssektor Verwendung. Sollten die zuständigen
Kartell- Behörden dem Zusammenschluss zustimmen, wird der Konzern damit seine Stellung als einer der weltweit größten Platten-Hersteller noch weiter ausbauen können.
Marketing-Deal mit AXIS-SHIELD Das englisch-norwegische Diagnostika-Unternehmen
AXIS-SHIELD vermarktet künftig die Tests von BAYER, die angeblich ein Herzinfarkt- Risiko anzeigen sollen. Das sieht ein Vertrag vor, den beide Konzerne Anfang des Jahres unterzeichneten.
Stärkung des Garten-Geschäfts mit PHOSTROGEN BAYER baut den Unternehmensbereich
"Pestizide und Düngemittel für Kleingärten" weiter aus. Nachdem der Chemie-Multi im letzten Jahr PBI HOME & GARDEN übernommen hatte, erwarb er jetzt die Marken- und Vertriebsrechte an Düngemitteln und
Pestiziden von der walisischen Firma PHOSTROGEN LIMITED.
US-Investitionen: neun Mrd. Dollar Der BAYER-Konzern will binnen der nächsten fünf
Jahren neun Mrd. Dollar in den Vereinigten Staaten investieren. Allein fünf Mrd. Dollar sollen in die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Pharma-Sparte fließen. Bislang erwirtschaftete der Chemie-Multi 30 %
seines Umsatzes in den USA. Helge Wehmeier, der Chef von BAYER/USA, kündigte für die kommenden Jahre eine Steigerung diesen Anteils an. Die Verlegung des Consumer Care-Bereichs in die USA ist ein erster gewichtiger
Schritt in diese Richtung.
Kooperation mit MÖLNLYCKE in den USA BAYER und MÖLNLYCKE, der schwedischen
Hersteller von Windeln, Einlagen und Materialien zur Wundversorgung, haben für den US-Vertrieb eine Zusammenarbeit vereinbart. Demnach wird die BAYER-Sparte "BAYER Health Care Partners" fünf Jahre lang
MÖLNLYCKE-Produkte mit in das Sortiment aufnehmen, das sie großen Handelsorganisationen, Privatkliniken, Logistik-Unternehmen und Altersheimen anbietet.
Milliarden-Investitionen in Kansas Neben Dormagen ist Kansas City BAYERs zweiter
Pestizid-Standort. In den nächsten fünf Jahren will der Konzern dort mehr als 1 Mrd. Dollar investieren. Den Anfang macht der Bau einer Anlage zur Herstellung von Herbiziden für Mais- bzw. Soja-Kulturen.
Neue Kunststoff-Anlage in West Virginia Für rund 16 Mio. Dollar baut BAYER in New
Martinsville, West Virginia eine Anlage zur Herstellung von flüssigen Kunststoffen für wässrige Lack- und Klebstoff-Komponenten sowie für Textil-Beschichtungen.
BAYER übernimmt MISUNG ganz Pharmazie und Agro-Chemie unter einem Konzern-Dach,
dieses so genannte Life-Science-Konzept wird für Global Player wie NOVARTIS und ASTRA-ZENECA immer unattraktiver. Die erwarteten Synergie- Effekte haben sich nicht eingestellt und Investitionen in die Gentech-
Landwirtschaft brachten nicht die erwarteten Profite. Deshalb suchen sie Käufer für diese Sparte. Im März griff BAYER zu und erwarb den AVENTIS-Anteil am bisher gemeinschaftlich geführten koreanischen
Pestizid-Unternehmen MISUNG LTD.. Beim Versuch, den Agro-Bereich von AMERICAN HOME zu kaufen, wurde der Leverkusener Chemie-Multi allerdings von der BASF überboten.
Mehr Kunststoff-Produktion in Asien BAYER erwartet für die nächsten Jahre eine
erhöhte Kunststoff- Nachfrage auf den asiatischen Märkten. Zusätzlich zu der Errichtung einer MAKROLON-Anlage in Schanghai (siehe Ticker 1/00) kündigte der Konzern deshalb den Ausbau seines thailändischen Standortes
Rayong an. 400 Mio. Dollar sollen dort in Aus- oder Neubauten von Produktionsstätten für MAKROLON sowie für den Weichmacher Bisphenol A investiert werden.
Neues Service-Center in China BAYER will in Schanghai einen Service-Center für die
chinesische Kunststoff-Sparte des Konzerns errichten. Es soll den KundInnen den direkten Zugang zu den BAYER-Produkten ermöglichen und so die so genannten Business to Business-Geschäfte ankurbeln. Gleichzeitig hat
das Technikum die Aufgabe, die gesamte Kunststoff-Produktion des Chemie-Multis in China zu koordinieren.
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