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UNFÄLLE & KATASTROPHEN
Mitarbeiterin starb bei Verkehrsunfall Am 8. Februar starb im Wiesdorfer BAYER-Werk
eine Belegschaftsangehörige bei einem Verkehrsunfall. Als sie auf dem Firmengelände eine Kreuzung überqueren wollte, wurde sie von einem LKW erfasst und erlag den Kopfverletzungen, die sie sich beim Aufprall auf das
Straßen-Pflaster zuzog.
Phosgen-Austritt in Dormagen Durch eine Leckage in einem Wärmetauscher des
Dormagener BAYER-Werkes ist am 26.2.00 hochgiftiges Phosgen ausgetreten. Es herrschte Alarmstufe 1, zum ersten Mal musste BAYER bei einem Ernstfall die Hochsicherheitsschutzanlage in Betrieb nehmen. 32
MitarbeiterInnen kamen zur Kontrolle in ärztliche Behandlung. Wie immer bagatellisierte der Konzern den Vorfall. "Die Messergebnisse zeigten keinerlei Gefährdungen außerhalb des Werkes", so ein
BAYER-Sprecher. Phosgen wurde im Ersten Weltkrieg als Nervengift eingesetzt und findet heute als Vorprodukt in der Kunststoff-Herstellung Verwendung. Der Stoff war 1984 für die Chemie-Kastastrophe im indischen
Bhopal verantwortlich, der 10.000 Menschen zum Opfer fielen.
Gaswolken über Dormagen Ein Stromausfall hatte in Dormagen am 3. April gravierende
Folgen. Bei der BAYER-Tochter EC ERDÖLCHEMIE unterbrach er Herstellungsprozesse, weshalb die EC die bei der Produktion entstandenen Gase ungekühlt abfackeln musste. Aus der Salpetersäure-Anlage wurden Nitrosegase
abgelassen, die in riesigen Rauchwolken über Dormagen hinwegzogen. EC-Sprecher Ekkehard Seegers versicherte wie immer bei solchen Gelegenheiten, es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden.
Darüber, dass das Unternehmen offenbar nur mangelhaft auf einen solchen Zwischenfall vorbereitet war, da weder die eigene Energie-Produktion noch Notstrom-Aggregate in der Lage waren, den Ausfall zu kompensieren,
verlor er kein Wort.
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