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IMPERIUM & WELTMARKT
Gipperich neuer Aufsichtsratsvize Der BAYER-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Erhard
Gipperich ist für Rolf Nietzard in den Aufsichtsrat des Unternehmens gerückt und nimmt dort an dessen Stelle die Position des Zweiten Vorsitzenden ein.
Gemeinschaftsanlage mit DSM und TICONA BAYER hat gemeinsam mit den
Kunststoff-Herstellern DSM und TICONA erste Schritte zur Planung einer europäischen PBT-Polymere- Großanlage eingeleitet und zunächst die Erstellung einer Machbarkeitsstudie angekündigt. Sollte die Expertise zu
einer positiven Einschätzung kommen, wäre mit dem Bau-Beginn der Fabrikationsstätte der Grundstein für ein europäisches Kunststoff-Kartell gelegt.
MOXIFLOXACIN-Lizenz an ALCON Die NESTLÉ-Tochter ALCON hat von BAYER das Recht
erworben, Ohren- und Augentropfen auf Basis des Antibiotikums MOXIFLOXACIN herzustellen. Der Deal bringt dem Leverkusener Chemie-Multi einen dreistelligen Millionen-Betrag in US-Dollar an Lizenzgebühren ein.
Verkauf des DRALON-Geschäfts BAYER hat das Geschäftsfeld DRALON an den
italienischen Konzern FRAVER verkauft (siehe auch KAPITAL & ARBEIT).
Keine Generika mehr in BRD und USA Der BAYER-Konzern hat seine 25-prozentige
Beteiligung an dem nordamerikanischen Generika-Unternehmen SCHEIN für 160 Mill. Dollar an den Konkurrenten WATSON verkauft und die bundesdeutsche Generika-Sparte BAYER BASICS an den indischen Pharma-Multi RANBAXY
abgegeben. Der Chemie-Multi erwartete auf beiden Märkten nicht mehr genug Profite. Ein absoluter Rückzug aus dem Geschäft mit den billigen Nachahmer-Produkten ist vorerst jedoch nicht geplant. Vor allem auf dem
italienischen und spanischen Markt will BAYER präsent bleiben. Ob durch RANBAXYS Übernahme von BAYER BASICS Arbeitsplätze vernichtet worden sind, gab das Leverkusener Unternehmen nicht bekannt.
Pharma-Vertrieb mit ALZA In den USA können Medikamente den ÄrztInnen von Pharma-
VertreterInnen direkt angeboten werden. Da die Vertriebskapazitäten der Pillen-Produzenten dafür in der Regel nicht ausreichen, gehen sie Kooperationen ein. Eine solche Vereinbarung hat der Leverkusener Chemie-Multi
jetzt mit dem US-Unternehmen ALZA getroffen. ALZA bietet AllgemeinmedizinerInnen BAYERs Antibiotikum AVELOX sowie Urologen und GynäkologInnen das Antibiotikum CIPROBAY mit an, während BAYER das ALZA-Präparat
DITROPAN in Urologen-Praxen mitvertreibt.
Kooperation mit ARQULE INC. BAYER und das US-amerikanische Unternehmen ARQULE haben
einen Vertrag über die Zusammenarbeit auf dem Feld der kombinatorischen Chemie geschlossen. ARQULE liefert dem Konzern mehrere hunderttausend, für die Bereiche "Pestizide" und "Pharma" relevante
Substanzen, die der Chemie-Multi dann mit den eigenen Test-Robotern weiter auf "Produkt-Tauglichkeit" untersucht. 30 Millionen Dollar zahlt das Leverkusener Unternehmen für diese Dienstleistung.
Treibmittel-Hersteller HUGHES gekauft Der BAYER-Konzern stärkt das Geschäftsfeld
"chemische Treibmittel". Nachdem er 1999 die Jahres-Produktion seiner Leverkusener Anlage bereits um 20 % auf 12.000 Tonnen erhöht hatte, kaufte er jetzt in den USA den Treibmittel-Hersteller HUGHES
INDUSTRIAL CORP. auf. Das Unternehmen stellte die Chemikalien hauptsächlich zur Verwendung in der PVC-Fertigung her. PVC ist der gesundheitsgefährdenste Kunststoff, seine einzelnen Bestandteile werden für die
Entstehung unterschiedlichster Krankheiten verantwortlich gemacht.
Stärkung der Diagnostika-Sparte BAYER hat mit dem US-Unternehmen PHARMANETICS INC.
einen 850.000 Dollar schweren Kooperationsvertrag geschlossen. Für diese Summe entwickelt die Firma für den Leverkusener Chemie-Multi ein Blutplättchen-Funktionstest. Er soll später einmal Teil des Diagnose- Systems
RAPIDPOINT COAG werden.
Keine Tier-Impfstoffe mehr in USA BAYER hat sich in den Vereinigten Staaten vom
Tierimpfstoff-Markt zurückgezogen und das entsprechende Geschäftsfeld an AKZO NOBEL verkauft. Der Bereich "Veterinär-Vakzine" bleibe aber ein Konzern- Schwerpunkt, betonte das Unternehmen. In Zukunft will
der Chemie-Multi nur statt auf die in Nordamerika noch konventionell hergestellten Impfstoffe mehr auf gentechnisch produzierte setzen. Solch ein Gentech-Vakzin gegen die Schweinepest versagte bei Testreihen im
letzten Jahr allerdings kläglich (Ticker 4/99). Trotz Doppelimpfung übertrugen Sauen die Krankheitserreger auf ihre Ferkel. Auch bei Mastschweinen verhinderte der BAYER-Stoff den Ausbruch von Infektionen nicht.
Brasilien: 33 % mehr Umsatz Der BAYER-Konzern hat seinen Umsatz in Brasilien im
Geschäftsjahr 1999 um ca. ein Drittel gesteigert. Das Unternehmen profitierte besonders von der Abwertung der einheimischen Währung "Real", welche die Importe verteuerte und den Produkten von
BAYER/Brasilien so einen Wettbewerbsvorteil verschaffte.
BAYERs Asien-Pläne Der Leverkusener Chemie-Multi hat angekündigt, während der
nächsten fünf bis sechs Jahre bis zu vier Milliarden Dollar in Asien zu investieren. Den Marktanteil im Bereich Polyurethane-Kunststoffe will das Unternehmen binnen der kommenden vier bis fünf Jahre von 10 % auf 25
% steigern.
Mehr Forschung in Japan Der BAYER-Konzern baut sein Forschungszentrum im
japanischen Kyoto aus, wo er seine Asthma-Forschung konzentriert hat, und investiert dafür 14 Mill. Euro.
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