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ÖKONOMIE & PROFIT
BAYER macht Kasse Im ersten Halbjahr 2000 wuchsen die BAYER-Umsätze um 22 %. Das
operative Ergebnis stieg um 31 % auf zwei Milliarden Euro. Deutlichstes Plus war im Bereich "Gesundheit" zu verzeichnen. Hier erhöhte sich das Konzern-Ergebnis von 433 auf 726 Millionen Euro. Zuwächse gab
es zwar auch in der Sparte "Kunststoffe", aber die hohen Preise für den Rohstoff Öl verringerten die Gewinn-Spanne etwas. Den größten Teil der Öl-Zusatzkosten gab BAYER allerdings über Preis-Anhebungen an
die KundInnen weiter. Verluste von 3,4 % traten im Chemie-Geschäft auf, was den Rationalisierungs- oder gar Verkaufsdruck erhöhen wird. Als Ursache für die Profit-Steigerung macht die Börsen-Zeitung zu einem
Großteil den schwachen Euro-Kurs aus, der den Export begünstigt. Die Aktien-ZockerInnen des Kasino-Kapitalismus' reagierten indes enttäuscht auf die Zahlen. Sie hatten mit 30-40 % höheren Gewinnen gerechnet. So fiel
der Kurs der BAYER-Aktie nach der Pressekonferenz zum Halbjahres-Ergebnis um rund 3 %. Der Mitte November vorgestellte Neunmonatsbericht bestätigt den für den Chemie-Riesen positiven Trend; der Umsatz stieg um 22 %,
das operatives Ergebnis um 29 % und der Gewinn sogar um 40 %.
Kein Aktien-Rückkauf Bei der diesjährigen Hauptversammlung hat der BAYER-Konzern
sich von seinen AnteilseignerInnen die Genehmigung erteilen lassen, eigene Aktien zurückzukaufen. Dadurch können Unternehmen, die mit ihrem Börsenkurs unzufrieden sind, den Wert des Papiers steigern. In einem
Interview mit Focus-Money schloss BAYER-Chef Manfred Schneider eine solche Operation für das Jahr 2000 aber aus.
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