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STANDORTE & PRODUKTION
Krefeld: Kultur "weicher Standortfaktor" Bei ständig steigenden Gewinnen
zahlen die Konzerne immer weniger Steuern. Als Folge davon können die Städte bestimmte Angebote, beispielsweise auf kulturellem Gebiet, nicht mehr aufrechterhalten. Die LokalpolitikerInnen und Kultur-ArbeiterInnen
Krefelds brachte diese Situation dazu, die Kultur dem Chef von BAYER/Uerdingen, Hartmut Fuhr, und anderen UnternehmensvertreterInnen als "weichen Standortfaktor" zu preisen. So hofften sie auf wohlfeile
Gnadenakte in Form von Sponsorengeldern rechnen zu können. Dafür stellten beim "Unternehmergespräch" zum Thema "Kultur", zu dem der Krefelder Oberbürgermeister Dieter Pützhofen (CDU) geladen
hatte, auch konkrete Dienstleistungen in Aussicht. Sie boten Fuhr & Co. unter anderem die Unterstützung des Stadtarchivs bei der Erstellung von Firmen-Geschichten, die Organisation eines Rahmen-Programms für
KundInnen-Besuche und das Aufspielen der städtischen Musikschule zu firmenfestlichen Anlässen an, eine "Corporate Culture Krefeld" also.
Leverkusen: 50 Mill. für das ZeTO In das Leverkusener ZeTO (Zentrale Technikum
Organisch) will der BAYER-Konzern bis zum Jahr 2003 ca. 50 Millionen Euro investiert haben, um seine Markt-Position im Bereich pharmazeutischer Zwischenprodukte "nachhaltig" zu stärken (siehe auch DRUGS
& PILLS).
Mehr Silikon-Chemie aus Leverkusen Das von BAYER und GENERAL ELECTRIC gegründete
Silikon-Joint Venture GE BAYER SILICONES will seine Produktionsanlagen bis zum Jahr 2002 für einen Betrag von 250 Millionen Mark ausbauen, um langfristig Marktführer auf dem Gebiet der Silikon-Chemie zu werden. Die
entsprechenden Vor- und Zwischenprodukte finden vor allem im Maschinenbau, in der Elektronik-Industrie und in der Medizin Anwendung.
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