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UNFÄLLE & KATASTROPHEN
Todessturz im Uerdinger BAYER-Werk Im Uerdinger BAYER-Werk ereignete sich ein
Arbeitsunfall mit Todesfolge. Ein Mitarbeiter einer Fremdfirma stürzte bei der Montage von Gitterrosten von einem sechs Meter hohen Gerüst und konnte durch den Notarzt nicht wiederbelebt werden.
Labor-Unfall mit schwefelhaltiger Substanz Im Leverkusener Hauptlabor von BAYER
kippte ein Chemikalien- Behälter um. 100 ml einer giftigen, übelriechenden, schwefelhaltigen Substanz traten aus. Die Werksfeuerwerk rückte in Schutzanzügen an. Vier MitarbeiterInnen mussten ärztlich untersucht
werden.
Neue Sicherheitsvereinbarung Drei Menschen starben und zehn wurden zum Teil
erheblich verletzt, als am 7.5. 98 auf dem Gelände der damaligen BAYER-Tochter EC ERDÖLCHEMIE ein Benzingemisch explodierte. Die Auswirkungen dieses Großunfalls waren bis nach Mönchengladbach, Düsseldorf und Neuss
hin zu spüren, wo der Benzingestank bei den AnwohnerInnen Atemnot, Übelkeit und Kopfschmerzen auslöste. Katastrophal war auch das Katastrophen-Management: Kein Mensch wusste genau, was passiert war und was für eine
Art von Gefahr bestand. Die Behörden machten zum Teil unterschiedliche Angaben. Zumindest dies soll jetzt anders werden. BAYER, die Stadt und der Kreis Neuss unterzeichneten eine "Vereinbarung über
Vorabmeldungen bei Schadensfällen". Sie sieht vor, dass eine Sirene die Bevölkerung bei größeren Unglücken warnt und der Chemie-Multi das Staatliche Umweltamt, die Wasserschutzpolizei und die Bürgermeister von
Köln und Dormagen gleichzeitig informiert. Die Werksfeuerwehr des Konzerns richtet künftig eine Standleitung zu anderen Feuerwehren der Region ein, und die Neusser Einsatzleitung kann die Bevölkerung direkt über die
Frequenz des Lokalfunksenders unterrichten. Die Stadt hat zudem einen Krisen-Plan ausgearbeitet, um gewappnet zu sein, falls es bei BAYER wieder einmal knallt.
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