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IMPERIUM & WELTMARKT
Chemie-Eisenbahn geplant BAYER & Co. wollen von der Privatisierung
des Zug-Streckennetzes profitieren und planen einen eigenständigen Logistik-Konzern für Chemie-Transporte auf der Schiene, der international tätig werden soll. Die BASF als dabei federführender Chemie-Riese erwartet
schon im Frühjahr eine kartellrechtliche Genehmigung für das “rail4chem” getaufte Joint Venture. BAYER hat bereits Interesse bekundet, sich an dem Gemeinschaftsunternehmen zu beteiligen.
Kooperation mit NANOSOLUTIONS GmbH BAYER hat einen Kooperationsvertrag
mit dem Hamburger “Start Up”-Unternehmen NANOSOLUTIONS GmbH abgeschlossen. Es arbeitet für den Konzern an einem optischen Nachweis-Verfahren für Krebserkrankungen. Bei dieser Diagnose-Methode ist der sich mit einer
Krebszelle verbindende Antikörper mit einem Nano-Partikel versehen, der unter UV-Licht sichtbar wird. Auch an Nano-Produkten, die als Reflektoren in Autolacken zum Einsatz kommen sollen, wollen die ChemikerInnen
arbeiten.
Einigung über EC-Verkauf Der BAYER-Konzern hat sich im April endgültig
mit der BP über die Abgabe- Modalitäten seiner 50-prozentigen Beteiligung an der EC ERDÖLCHEMIE geeinigt. Dem Chemie-Multi bringt die Veräußerung seiner Anteile an die BP 500-600 Mio. Euro ein. Und Eichel und seinem
Staatssekretär Heribert Zitzelsberger, dem früheren Steuer-Chef von BAYER, verdankt es der Konzern, dass dieser Erlös aus dem Verkauf seiner Unternehmensbeteiligung steuerfrei gestellt ist.
KERR-MCGEE-Beteiligung verkauft 1998 führte der Leverkusener
Chemie-Multi sein Titanoxid-Geschäft in ein Joint Venture mit KERR-MCGEE über. BAYER hielt an dem Gemeinschaftsunternehmen einen Anteil von 20 Prozent, KERR-MCGEE einen Anteil von 80 Prozent. Damit sollte angesichts
der schwierigen Markt-Situation die Wettbewerbsposition gestärkt werden, hieß es damals aus der Konzern-Zentrale. Da der Vertrag KERR-MCGEE aber eine Option auf BAYERs Anteile einräumte, schien für die
Titanoxid-Sparte bereits zu diesem Zeitpunkt ein Tod auf Raten weit wahrscheinlicher. Nun ist es so gekommen. KERR-MCGEE hat Anspruch auf die restlichen 20 Prozent erhoben, und BAYER hat sie für 25 Mio. Euro
abgegeben.
BAYER will Polycarbonat-Nr.1 werden Der Leverkusener Chemie-Multi will
mittels Investionen von 1 Mrd. Euro die Produktion des Kunststoffs Polycarbonat verdoppeln und so binnen der nächsten fünf Jahre weltweit die Spitzen-Position in diesem Segment einnehmen. Für die aufgewendete Summe
sollen besonders die Kapazitäten im chinesischen Shanghai und im thailändischen Map Tu Phut erhöht werden, da der Konzern Asien als einen Wachstumsmarkt ansieht. Jährliche Zuwachsraten im Geschäft mit MAKROLON und
anderen Kunststoff-Produkten veranlassten das Unternehmen zu diesem Schritt. Die Financial Times sieht das Polycarbonat-Engagement aber auch als Kompensation dafür an, dass es dem Global Player nicht gelingt, sein Pharma-Geschäft durch Kooperationen oder Fusionen zu stärken.
Neues Kunststoff-Werk in Rotterdam BAYER hat mit dem US-Konzern LYONDELL
ein Gemeinschaftsunternehmen zum Bau und Betrieb einer Anlage für Polyurethan-Vorprodukte in Rotterdam gegründet. Ausgelegt ist die Fabrikationsstätte, die 2003 fertig sein soll, für 285.000 Tonnen Propylenoxid und
640.000 Tonnen Styrol.
Mehr Kautschuk aus Orange/USA Wegen der gestiegenen Nachfrage plant der
Leverkusener Chemie-Multi, die Synthese-Kautschuk-Produktion im texanischen Orange auszubauen.
HAARMANN & REIMER kauft FLORASINTH Der Aroma-, Duft- und
Geschmackstoff-Hersteller HAARMANN & REIMER, eine 100-prozentige BAYER-Tochter, hat das Unternehmen FLORASINTH erworben. Die Leverkusener Konzern-Mutter unterstützte die Akquisition des Multis, dessen Umsatz auf
560 Millionen Dollar beziffert wird, mit einer nicht näher genannte Summe.
Mehr Kunststoffe in Indien Der BAYER-Konzern will seine
Kunststoff-Produktion in Indien ausbauen und dafür rund rund 200 Millionen Dollar aufwenden.
AFGA vermarktet Röntgen-Systeme Die AGFA GAVAERT AG, an der BAYER 30
Prozent des Aktien-Kapitals hält, hat mit CANON einen Vertrag über die Vermarktung von medizinischen Bildsystemen des japanischen Unternehmens geschlossen. Er erlaubt es dem Konzern, die digitalen Röntgen-Systeme in
allen Ländern bis auf Japan unter dem Namen AGFA anzubieten.
Mehr Pharma-Forschung in Japan Der BAYER-Konzern plant, sein in der
japanischen Kansai Science City gelegenes Pharma-Forschungszentrum um ein Gebäude für die chemische Forschung zu erweitern.
Mehr Lackrohstoffe aus China Der BAYER-Konzern baut in Schanghai für 230
Millionen Mark eine Anlage zur Herstellung von Lackrohstoffen auf Basis des Kunststoffes Polyurethan. Sie ist für eine Produktion von jährlich 11.500 Tonnen TDI- und HDI-Polyisocyanate ausgelegt.
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