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TIERE & ARZNEIEN
Neues Antiwurm-Mittel In der Massentierzucht werden die Rendite-Objekte
auf vier Beinen so intensiv mit Mitteln gegen Würmer und andere Plagegeister behandelt, dass diese schon bald Resistenzen gegen die Präparate herausbilden. Deshalb sucht BAYER permanent nach neuen Substanzen.
ForscherInnen des Konzerns haben jetzt auf der Grundlage des Stoffes Nafuredin, den japanische WissenschaftlerInnen aus einem Meeres- schwamm isolierten, ein Antiwurm-Produkt entwickelt. Es dürfte schon bald
unter anderem in der Schafszucht eingesetzt werden - bis es nach absehbarer Zeit seine Wirksamkeit wieder einbüßt.
Antibiotika-Massen in Massentierhaltung Die von BAYER und
anderen Pharma-Konzernen produzierten Antibiotika für den Veterinär-Bereich finden einen immer reißenderen Absatz. Seit Mitte der 80er Jahre stieg die Verfütterung von Antibiotika in US-amerikanischen Ställen von
acht Millionen Kilo auf über 12 Millionen Kilo an. Damit landet rund 70 Prozent der Antibiotika- Produktion des Staates im Schweine, Hühner- oder Kuhfutter und sorgt dafür, dass die in der Massentierhaltung stets
reichlich vorhandenen Krankheitserreger Resistenzen gegen diese Mittel entwickeln. Über die Nahrungskette können sie in den menschlichen Organismus gelangen und Infektionskrankheiten auslösen, gegen die dann kein
Kraut mehr gewachsen ist. Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA führte wegen dieser Problematik Gespräche mit den führenden Herstellern. Einige zogen ihre Mittel daraufhin freiwillig zurück. Der BAYER-Konzern
allerdings weigerte sich und vertreibt sein Produkt BAYTRIL weiterhin.
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