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STANDORTE & PRODUKTION
Halle ohne Handballer Das Sport-Sponsoring des Leverkusener Chemie-Multis ist
darauf ausgerichtet, den Markennamen "BAYER" öffentlichkeitswirksam in den Medien zu präsentieren. Lassen das zu schwache Leistungen einer Mannschaft nicht mehr zu, dreht der Konzern den Geldhahn zu.
Deshalb musste der Handball-Verein TSV Dormagen seine Bundesliga-Lizenz abgeben. Und die hauptsächlich für den Club bestimmte, noch im Bau befindliche Halle hat schon vor der Fertigstellung seinen eigentlichen
Bestimmungszweck verloren. Die Stadt Dormagen berief deshalb auf Antrag der FDP-Fraktion eine Sondersitzung ein, um die Möglichkeit zu erörtern, die städtischen Zuschüsse zur Errichtung der Halle (ca. 2,7 Mio. Mark)
wenigstens teilweise von BAYER zurückzufordern. Dem Unterfangen wurden allerdings keine Chancen eingeräumt.
BAYER erweitert Produktion in Kiel Die BAYER-Tochter KVP PHARMA UND VETERINÄR
PRODUKTE GmbH (KVP), baut ihre Anlagen zur Herstellung von Tier-Arzneimitteln in Kiel weiter aus. Eine Abfüllanlage für flüssige Tiermedizin wurde in Betrieb genommen. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund
25 Millionen Mark. Wegen der großen Nachfrage der industriellen Massentierhalter nach Produkten für "Tiergesundheit" und Hygiene war die Erweiterung der Kieler Anlagen notwendig. Angeblich verbessert die
neue Produktionsstätte die Vorsorge für Umweltschutz und Arbeitssicherheit. Die KVP ist mit 345 MitarbeiterInnen der größte Fertigungsstandort und zentrales Logistikzentrum für Tierarzneimittel im BAYER-Konzern.
Rund die Hälfte aller weltweit von BAYER hergestellten Veterinär-Medizin kommt aus Kiel. Von den rund 200 Produkten der KVP gehen 80 Prozent in den Export. Weltweit setzt BAYER in diesem Bereich fast zwei Milliarden
Mark um.
BAYER-Kaufhaus schließt Der Leverkusener Chemie-Multi macht den BAYER-Shop in
Wuppertal-Elberfeld dicht, da ihm die Umsätze nicht mehr genügten. Wieviele Menschen durch die Schließung ihren Arbeitsplatz verlieren, teilte der Konzern nicht mit.
H-Säure-Produktion verkauft Das Brunsbütteler BAYER-Werk hat den Fabrikationszweig
"H-Säure" an die RÜTGERS VFT AG abgegeben. H-Säure ist ein Zwischenprodukt zur Herstellung von Textil-Farbstoffen. Mit dem Verkauf zieht BAYER sich noch mehr aus der Farb- und Textil-Chemie zurück. Als
"weitere(n) konsequente(n) Schritt im Rahmen der Neuausrichtung des BAYER- Geschäftsbereichs 'Chemikalien' mit der Konzentration auf Basis- und Fein-Chemikalien" bezeichnete ein Unternehmenssprecher die
H-Säure-Veräußerung dann auch. Diese Konzentration reduziert die Zahl der Belegschaftsangehörigen auf 1087. In früheren Zeiten waren einmal 1.800 Menschen in Brunsbüttel beschäftigt.
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