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STANDORTE & PRODUKTION
Standort-Schließungen bei DYSTAR Im September 2000 fusionierte DYSTAR,
das Textilfarbstoff-Joint Venture von HOECHST und BAYER, mit der entsprechenden Sparte von BASF. Nur neun Monate später hatte die neue DYSTAR bereits zwei Niederlassungen in Japan, eine in Brasilien und eine im US-
amerikanischen Holly geschlossen. In der Bundesrepublik plant das Unternehmen, zwei Standorte im Bereich Marketing und Anwendungs- technik aufzugeben. Wieviele Arbeitsplätze dadurch vernichtet werden, teilte der
Farbstoff-Multi nicht mit.
BAYER gegen Renaturalisierung Aus Anlass des Vorhabens, das
linksrheinische Rhein-Ufer zwischen Worringen und Merkenich zu renaturalisieren und wieder in eine typische Auen-Landschaft umzuwandeln, erinnerte die Kölnische Rundschau noch einmal an die entsprechende Maßnahme im
Gebiet des rechtsrheinischen Flittard, der BAYER erheblichen Widerstand entgegengesetzt hatte. Gegen Landwirte, die ihre Flächen nicht abgeben wollte, konnten die PolitikerInnen sich noch durchsetzen. Dem
Leverkusener Chemie-Multi mussten sie sich aber beugen. Er wehrte sich erfolgreich gegen die Anlage eines Gewässers, in dem der Rhein-Rücklauf aufgefangen werden sollte. Diese Planungen hätten den Konzern nämlich
gezwungen, Leitungen zu verlegen. Ganz konnte der Chemie-Multi zum Glück jedoch nicht verhindern, das auf den 180 Quadratmetern Natur jetzt wieder über 110 Vogel-Arten und 350 Pflanzen-Sorten ein Lebensreservoir
gefunden haben.
Umbau der Chlor-Anlage BAYER lässt in die Leverkusener Anlage für
Chlor-Alkali-Elektrolysen umweltschonende und energie-sparende Membran-Zellen einbauen. An der Belastung von Mensch, Tier und Umwelt durch die Quecksilber- haltigen Abwässer, die bei Chlor-Alkali-Elektrolysen
entstehen, ändert diese Maßnahme jedoch nichts. 4.000 Tonnen Quecksilber gelangen so und durch die Verbrennung von Öl und Kohle weltweit jährlich in die Atmosphäre. Der Wind trägt die Dämpfe bis in die Arktis. Im
Frühjahr reagieren sie chemisch mit den Chlor- und Brom-Verbindungen des Meeres, das Quecksilber oxidiert und geht anschließend auf den Schnee nieder. Schmilzt der Schnee, setzt sich das Quecksilber frei und
vergiftet dort Fische und andere Tiere. Über die Nahrungskette gelangt es schließlich auch in den menschlichen Körper.
1,5 Mrd. für EC ERDÖLCHEMIE Für den zum 1. Mai 2001 gültig gewordenen
Verkauf seiner 50-prozentigen Beteiligung an der EC ERDÖLCHEMIE erhält der Leverkusener Konzern 1,5 Mrd. Mark. Der Chemie-Multi hatte seine Anteile abgestoßen, weil er das Öl-Geschäft nicht länger zu seinen
Kern-Bereichen zählte. Beide Unternehmen vereinbarten, die früheren Synergie-Effekte weiterhin zu nutzen. So setzt die EC ihre Öl-Lieferungen an BAYER fort und greift umgekehrt auch künftig auf
Dienstleistungsangebote des Pharma-Riesen zurück.
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