SWB 01/2002 -Ticker

STANDORTE & PRODUKTION

Zwei neue Werkschefs
Der  Leiter des Leverkusener BAYER-Werks, Dr. Ludwig Schmidt (59), geht frühzeitig in Pension. Seinen Posten übernimmt der bislang bei BAYER/Wuppertal in dieser Position tätige Dr. Heinz Bahnmüller. Dessen Nachfolger wiederum wird Schmidts Stellvertreter in Leverkusen, Bernd von der Linden.

Ausbau von Cellulose-Anlagen
Die BAYER-Tochtergesellschaft WOLFF WALSRODE AG baut in Bitterfeld eine neue Anlage zur Herstellung von Methyl-Cellulose und erweitert die entsprechenden Kapazitäten am Standort Röpersberg/ Bomlitz. Das Investitionsvolumen zur Steigerung der Produktion des Stoffes, der als Verdicker von Bau-, Anstrich- und Klebstoffen dient, beträgt 67,5 Mio. Euro.

Aus für E-CHEM-LOGISTICS
Der Internet-Transport-Marktplatz E-CHEM-LOGISTICS sollte das ganze Transportwesen der Chemie-Industrie im WordWideWeb abwickeln. Jetzt stoppten BAYER, INTRASERV LOGISTICS und INFRACOR das Vorhaben. Die Technologie für ein solches Projekt sei noch nicht ausgereift, hieß es zur Begründung.

Bau-Beginn für Kunststoff-Anlage
In Uentrop haben BAYER und DUPONT mit dem Bau einer Gemeinschaftsanlage zur Herstellung des Basis-Kunststoffes Polybutylenterephtalat begonnen (s. POLITIK & EINFLUSS).

Streit um Rhein-Anleger
Die KÖLN-DÜSSELDORFER SCHIFFSFAHRTSGESELLSCHAFT will die im Jahre 2005 in Leverkusen stattfindende Landesgartenschau vom Rhein her anfahren. Die Anlege-Station in Wiesdorf darf aber aus Sicherheitsgründen nicht mehr genutzt werden, da BAYER dort hoch explosive Flüssigkeiten verlädt. Das Schifffahrtsgesellschaft und die Leverkusener Grünen haben den Chemie-Multi daher aufgefordert, sich finanziell an dem Vorhaben zu beteiligen, unter Verwendung des alten Auslegers an einer anderen Stelle einen neuen Rhein-Anleger zu errichten. Der Konzern lehnte das Begehren jedoch schnöde ab.