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US-Gericht urteilt gegen BAYER:
"Angestellte im Regen stehen gelassen"
Der BAYER-Konzern ist in den USA zur Übernahme von Pensions- zahlungen an elf arbeitsunfähige Chemiearbeiter verurteilt worden. Die Betroffenen sind
ehemalige Mitarbeiter der Firma SpecialtyChem Products, die BAYER im vergangenen Jahr verkauft hatte, ohne mit den Käufern die Fortzahlungen der Renten zu klären. Die ehemaligen Arbeiter hatten seit dem
Besitzerwechsel keine Pensionen mehr erhalten.
BAYER hatte vor dem Verkauf erklärt, alle Verbindlichkeiten der Tochterfirma zu übernehmen, wozu auch Pensionsansprüche gehören. Die Firma CHESTNUT, Käuferin
von SpecialtyChem Products hatte sich daher geweigert, die Renten weiter auszuzahlen. Nach Angaben des Gerichts belaufen sich die Zahlungen auf insgesamt 3,8 Millionen US Dollar.
Lewis Kaplan, Richter am District Court of Southern New York in der Urteilsbegründung: "Man sollte meinen, dass die beteiligten Parteien angesichts der
teilweise schweren Erkrankungen der Betroffenen eine vernünftige Übereinkunft getroffen hätten. Leider trügt diese Hoffnung. Die Angestellten wurden von den Firmen regelrecht im Regen stehen gelassen." Kaplan
kritisiert, dass die Konfliktparteien bis zur juristischen Klärung des Falles keine Übergangslösung schufen, die eine Versorgung der ehemaligen Mitarbeiter sicher stellte.
Gewerkschafter beobachten seit Jahren eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen bei BAYER, durch die Verringerung der Belegschaft nehmen Stress und
Arbeitsverdichtung kontinuierlich zu. Tausende MitarbeiterInnen befinden sich in sogenannten Pools und müssen ständig wechselnde Tätigkeiten ausführen, zum Teil sogar in wechselnden Standorten des Konzerns. Große
Teile der Belegschaft wurden in Tochterfirmen ausgegliedert und mussten hohe Lohneinbußen hinnehmen. Es steht daher zu befürchten, dass der gegenwärtige Umbau von BAYER zu einer Holding zu noch unsichereren
Arbeitsverhältnissen führt.
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