SWB 02/2002 - Ticker

UNFÄLLE & KATASTROPHEN

Chlortoluol tritt aus
Im Leverkusener BAYER-Werk kam es zu einem Unfall. Ein Rohr schlug leck, und das Chemie-Gift Chlortoluol trat aus. Beschäftigte atmeten den Stoff nicht ein. Die Umgebung im Umkreis des Störfalls wurde „vorsorglich“ gereinigt, erklärte der Konzern. Chlortoluol ist ein Pestizid- Wirkstoff und wird zudem als Vorprodukt und Lösemittel in der Ackergift- Produktion eingesetzt.

GAMIMUNE N-Rückruf
BAYER hat in den USA 8.000 Flaschen GAMIMUNE N zurückrufen müssen. Eine vom Konzern belieferte Vertriebsfirma hatte mindestens 13 Flaschen der Arznei mit Wasser gestreckt. MedizinerInnen verordnen das Mittel, welches das Immun-System stärkt, vor allem nach schweren Operationen. Ob Personen zu Schaden gekommen sind, gab der Leverkusener Chemie-Multi nicht an.

LIPOBAY: schon 1998 Indizien
Mechthild Groebl ist eines der zahlreichen LIPOBAY-Opfer, die sich einer Sammelklage gegen BAYER anschlossen. 1998 kam sie mit starken Muskelschmerzen auf die Intensivstation des Krankenhauses München-Schwabing. Nur durch Kortison-Gaben konnte die MedizinerInnen ihr Leben retten. Ein Arzt hatte schon damals LIPOBAY in Verdacht, er setzte sich mit dem Leverkusener Chemie-Multi in Verbindung, aber nichts geschah ....

Arbeiter erlitt Verbrennungen
Am 22.2.2002 erlitt ein Angestellter einer Fremdfirma bei Arbeiten an einem Stromkasten starke Verbrennungen und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.