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WASSER, BODEN & LUFT
Chlortoluron gefährdet Trinkwasser-Gewinnung „Der Rhein wird immer
reiner“ - heißt es seit einigen Jahren immer wieder in Presse-Berichten. Die Tatsachen sprechen eine andere Sprache. So gibt es in Holland Überlegungen, die Trinkwasser- Gewinnung aus dem Strom einzustellen, weil er
extrem hoch mit Chlortoluron und mit Isoproturon belastet ist. Chlortoluron ist unter anderem Wirkstoff des BAYER-Pestizids ECONAL. Zudem kommt der Stoff als Lösemittel und Ackergift-Vorprodukt in der
Pestizid-Herstellung des Leverkusener Chemie-Multis zum Einsatz (siehe auch UNFÄLLE & KATASTROPHEN).
BAYER gegen CO2-Emissionshandel Um die im Protokoll von Kyoto
vereinbarten Klimaschutz-Ziele zu erreichen, will die EU von 2005 an den Kauf und Verkauf von Verschmutzungsrechten erlauben. Eine unzureichende und typisch kapitalistische Strategie - doch BAYER & Co. geht
selbst die Lizenz zum CO2-Kuhhandel noch zu weit. Dadurch bekommt nämlich jede zuviel in die Atmosphäre ausgestoßene Tonne Kohlendioxid einen Preis. Das Unternehmen muss dann entweder in Reduktionstechnologie
investieren oder ein Emissionsrecht erwerben. Bei BAYERs CO2- Ausstoß von 9,2 Millionen Tonnen im Jahr 2000 käme da ein erkleckliches Sümmchen zusammen. Eine freiwillige Selbstverpflichtung zum Klimaschutz ist da
weit preiswerter zu haben. Deshalb schrieb der Leverkusener Chemie-Multi gemeinsam mit BASF und anderen Konzernen einen Brandbrief an den Bundeskanzler. Darin bauten sie die übliche Drohkulisse auf: Wenn Schröder
nichts gegen die EU-Pläne unternähme, wären Produktionsverlagerungen ins Ausland und Arbeitsplatzvernichtung die Folge.
Flüssiggas-Verbrennung in Uerdingen Der Himmel über Uerdingen dürfte in
Zukunft noch mehr BAYER-Dreck verkraften müssen. Ab Februar 2002 entsorgt die Rückstandsver- brennungsanlage des Konzerns nämlich zusätzlich 1.500 Tonnen Flüssiggas jährlich. Sie stammen von der
Unternehmenstochter WOLFF WALSRODE. Eine Gefahr wird nicht nur der Transport des hoch explosiven Gemisches aus Dimethylether und Methylchlorid darstellen: Für den Umgang mit dem Gas mussten die
EntsorgungstechnikerInnen der Anlage extra noch Nachhilfe-Unterricht in Sachen Sicherheitstechnik erhalten.
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