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wurde durch die Akquisition zum größten Anbieter gentechnisch veränderter Pflanzen in Europa und zum zweitgrößten Pestizid-Hersteller der Welt. BAYER hat
zahlreiche Pflanzen im Angebot, die gegen hauseigene Herbizide resistent sind und die künftig im Paket vermarktet werden sollen. Da die Pflanzen patentiert sind, dürfen LandwirtInnen die Pflanzen künftig nicht
selbst wieder anbauen und müssen sie für jede Aussaat neu kaufen. DER BUND FÜR UMWELT UND NATURSCHUTZ DEUTSCHLAND (BUND) und die COORDINATION GEGEN BAYER- GEFAHREN (CBG) forderten auf einer Presse-Konferenz in
Swisstal das Robert-Koch-Institut auf, Einspruch gegen die Genehmigung einzulegen. Falls das Veto unterbleibt, kann BAYER noch in dieser Woche mit der Aussaat beginnen. Eckehardt Ehrenberg vom BUND: "Es ist
unverantwortbar, ein Versuchsfeld für gen-veränderten Raps nach einem vereinfachten Verfahren ausgerechnet neben einem FFH-Schutz- gebiet zu genehmigen. Die Risiken von Freiland-Versuchen mit gen-
manipulierten Pflanzen sind zur Zeit nicht absehbar." Axel Köhler- Schnura von der CBG: "Gerade vor dem Hintergrund des besonders sensiblen Naturraumes in der Umgebung dieses Freisetzungsstandortes
wäre eine gründliche Untersuchung der Risiken erforderlich gewesen. Stattdessen bedient sich die Firma BAYER einer bloßen Nachmeldung im Rahmen eines 'vereinfachten Genehmigungsverfahrens' und verhindert damit
jegliche öffentliche Diskussion." Köhler-Schnura kritisiert, dass allein in Nordrhein-Westfalen 58 Freisetzungsversuche genehmigt wurden, obwohl die Mehrheit der VerbraucherInnen Gentech- Nahrung ablehnt. Raps
als in Mitteleuropa heimische Pflanze hat eine Reihe verwandter Arten, wodurch sich die Gefahr der Auskreuzung erhöht. Der gegen das Totalherbizid BASTA resistente Winter-Raps, der in Swisstal zum Einsatz kommen
soll, enthält gleich einen ganzen Gen-Cocktail von Bakterien, Pilzen und einer Raps-Verwandten und gefährdet damit eine Vielzahl anderer Organismen. Raps-Pollen können über mehrere Kilometer verteilt werden, was
insbesondere eine Gefahr für benachbarte Bio-Höfe darstellt. Nur breiter Widerstand kann den Start in eine "geniale" Zukunft verhindern!
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