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FORSCHUNG & LEHRE
Nano-Kooperation BAYER hat mit der CAPSULUTION NANOSCIENCE AG eine
Forschungszusammenarbeit vereinbart. Die Firma hat eine Technologie entwickelt, mit der sich Nano-Kapseln, d. h. winzig kleine Partikel, herstellen lassen, die biochemische, elektrische oder magnetische
Eigenschaften besitzen. Eine Machbarkeitsstudie soll nun klären, ob sich die Kapseln auch als Träger von Wirkstoffen eignen.
ASPIRIN-Awards verliehen Alljährlich verleiht der Leverkusener
Chemie-Multi die ASPIRIN-Awards für Forschungsarbeiten zur Acetylsalizylsäure, dem Wirkstoff des Schmerzmittels. In Ermangelung von Arznei-Neuentwicklungen versucht der Konzern damit, dem Bestseller neue
Anwendungsgebiete zu erschließen. Den ”Senior Award” erhielt Dr. Aaron J. Marcus für Forschungen zur Entstehung von Gefäß-Verschlüssen. Unbeabsichtigte Nebenwirkung seiner Arbeit war leider auch der Nachweis, dass
die Acetylsalizylsäure nicht in alle biochemischen Reaktionen der Blutzellen untereinander eingreifen kann und ihre Herzinfarkt- und Schlaganfall- vorbeugende Wirkung deshalb höchstens beschränkt ist. Auch bei den
Studien von WissenschaftlerInnen unter 40 Jahren, die sich für den Junior-Award bewarben, hielten sich die Erträge versprechenden Forschungserträge in Grenzen. Gerade einmal 14 Studien von MedizinerInnen über
ASPIRIN erschienen 2001 in Fachzeitschriften. Der Leverkusener Chemie-Multi prämierte die Untersuchung von Dr. Michael A. Saunders über die angeblich hemmende Wirkung von Acetylsalizylsäure auf den
Stoffwechsel eines Enzymes, das in Krankheitsprozesse wie Entzündungen, Gewebe-Verletzungen und Tumor-Bildungen involviert ist. Saunders teilte sich die Auszeichnung mit Dr. James K. Hennan, der die dankenswerte
Aufgabe übernommen hatte, Konkurrenz-Wirkstoffen von ASPIRIN wie den COX-2-Hemmern Celecoxib und Rofecoxib einen das Herzinfarkt-Risiko erhöhenden Effekt zu bescheinigen.
BAYER-Preis in China Im April 2001 hat BAYER mit der Chinesischen
Akademie der Wissenschaften (CAS) einen Kooperationsvertrag geschlossen. Diese Vereinbarung ermöglicht dem Leverkusener Chemie-Multi den Zugang zum ”Rohstoff” Wissen und zum entsprechenden ”Humankapital”. Um die
chinesischen ForscherInnen noch enger an den Konzern zu binden, vergibt er gemeinsam mit der Akademie jährlich die ”CAS-BAYER Research Awards”.
Kaum neue Katalysatoren Katalysatoren regen chemische Prozesse an und sorgen für gleich-
mäßige Reaktionsabläufe. Sie sind für BAYER & Co. immens wichtig: 80-90 Prozent der Wertschöpfung in der Chemie geht auf sie zurück. Darum suchen die Unternehmen ständig nach neuen Katalysatoren. Viel
Hoffnung setzten sie in die neuen Synthese-Roboter, die täglich zigtausend Substanzen zusammenkochen können. Aber die so genannte kombinatorische Chemie erfüllte nicht die in sie gesteckten Erwartungen. Das vom
”Bundesministerium für Bildung und Forschung” großzügig mit Steuer-Millionen geförderte Forschungsvorhaben ”Katalyse ConNeCat” hat bislang kaum verwertbare Ergebnisse produziert, wie das Handelsblatt berichtete.
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