SWB 03/2002 - Ticker

UNFÄLLE & KATASTROPHEN

Geruchsbelästigung in Manfort
Am 10. Juni 2002 kam es in der Abluft-Reinigungsanlage des Manforter BAYER-Werkes zu einem Defekt, so dass es zum Himmel stank. Wie immer bei solchen Störfallen ließ der Leverkusener Chemie-Multi verlauten, eine Gefährdung für Mensch und Umwelt habe zu keiner Zeit bestanden.

Verheimlichter Störfall in den USA
In einem texanischen BAYER-Werk kam es vor einigen Jahren zu einem Störfall, den der Konzern den Behörden verheimlichte. Darüber informierte die Mitarbeiterin eines Kurier-Dienstes die COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN (CBG). Sie wollte in der Niederlassung eine Sendung zustellen, geriet dabei in eine Gift-Wolke und leidet seitdem unter Gesundheitsstörungen.

Vier tödliche Arbeitsunfälle im Jahr 2000
Im Jahr 2000 kamen bei BAYER insgesamt vier Menschen durch Arbeitsunfälle ums Leben, einer davon stand bei einem auswärtigen Unternehmen unter Vertrag. Insgesamt ereigneten sich 1328 Arbeitsunfälle. 349 davon erlitten Angestellte von Fremdfirmen.

78 Fälle von Berufskrankheiten
”Im Jahr 2000 wurden 78 Fälle von Berufskrankheiten anerkannt, die auf - teilweise Jahrzehnte zurückliegende - Beschäftigung bei BAYER zurückzuführen waren. Als Krankheitsauslöser sind vor allem Expositionen gegen Asbest und Lärm relevant”, heißt es lapidar im ”Sustainable Development”-Bericht des Konzerns. Die tatsächliche Zahl dürfte um ein Vielfaches höher liegen, da die Berufsgenossenschaften Berufskrankheiten nur äußerst ungerne anerkennen und industrie-hörige GutachterInnen sie dabei so gut es geht unterstützen.