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WASSER, BODEN & LUFT
Oslo vs. BAYER Das Hafenbecken von Oslo ist stark mit Polychlorierten
Biphenylen (PCB) aus Schiffsanstrichen verseucht. Etwa die Hälfte davon stammt von dem BAYER-Lack CLOPHEN. Ganze Fisch-Populationen hat die Chemikalie vergiftet. Da die Reinigung der Sedimente sehr aufwändig ist,
hat die Stadt Oslo BAYER aufgefordert, drei Millionen Euro zu den Kosten beizutragen. Falls der Leverkusener Chemie-Multi dies ablehnen sollte, will die norwegische Hauptstadt den Konzern verklagen.
Mängel im „Responsible Care“-Bericht Wenn eine Unternehmensberatung wie
ARTHUR D. LITTLE die Umweltverträglichkeit des BAYER-Konzerns überprüft, ist nicht viel Substanzielles zu erwarten. Wenig überraschend bestätigt das Gutachten, das lediglich auf einer stichprobenartigen Untersuchung
von neun der 206 BAYER-Standorte beruht, dem Chemie-Multi dann auch, „die in den vorausgegangenen Konzern-Berichten vorgegebenen Ziele (...) weitgehend erreicht“ zu haben. Aber selbst die LITTLE- GutachterInnen, die
ihre Abhängigkeit von den Konzernen in ihrer Expertise für den „Bundesverband deutscher Industrie“ (BDI) zur EU-Chemikalien-Politik (siehe POLITIK & EINFLUSS) eindrucksvoll unter Beweis stellten, hatten so
einiges zu beanstanden. So hielten viele der publizierten Emissions-Daten einer genaueren Überprüfung nicht stand, es fanden sich sowohl zu hoch als auch zu niedrig angesetzte Werte. Desweiteren fehlten den
PrüferInnen im „Responsible Care“-Bericht Angaben zu Restbeständen von Asbest und Polychlorierten Biphenylen (PCB), zu Störfällen und Schadensereig- nissen bei Transporten sowie zur Gefährdung von Beschäftigten
durch Giftstoffe am Arbeitsplatz. Die Umwelt-GutachterInnen empfahlen BAYER, diese Mängel in künftigen Berichten zu beheben.
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