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PRODUKTION & SICHERHEIT
West-Nil-Virus in Blut-Produkten? Der West-Nil-Virus hat in den USA zu
einer regelrechten Epidemie geführt. Bis zum September 2002 registrierten die Behörden 638 Erkrankungen und 32 Todesfälle. Darunter sind auch vier EmpfängerInnen von Organ-Spenden. Deshalb befürchten MedizinerInnen,
das der Erreger durch Transplantationen oder die damit einhergehenden Blut-Transfusionen übertragen werden könne. Ein Nachweis-Verfahren für das Virus in Blut-Produkten von BAYER oder anderen Herstellern gibt es
bisher noch nicht, weshalb sich ein Infektionsrisiko nicht ausschließen lässt.
Mehr meldepflichtige Unfälle Während die absolute Zahl der Unfälle in
den bundesdeutschen BAYER-Werken zurückgeht, ereignen sich häufiger gravierende und deshalb meldepflichtige Zwischenfälle. In der Uerdinger Niederlassung beispielsweise passierten im Jahr 2001 395 Unfälle, von denen
28 zu mehr als drei Krankheitstagen führten und deshalb meldepflichtig waren. 2002 hingegen ereigneten sich nur 350 Zwischenfälle, jedoch 36 meldepflichtige. Ihre Gesamtzahl an den fünf Produktionsstandorten betrug
171. Das ist ein untrügliches Zeichen für die durch Job- Streichungen bedingte Arbeitsverdichtung in den Werken. BAYER hingegen will den steigenden Gesundheitsrisiken lediglich mit einer Aufklärungskampagne
entgegentreten. “Wir werden das Thema ‘Sicherheit’ im Rahmen von ‘Responsible Care’ noch stärker aufgreifen”, erklärte BAYER-Manager Dr. Jürgen Hinz.
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