SWB 02/2003 - Ticker

STANDORTE & PRODUKTION

Mehr Farbstoffe aus Brunsbüttel
DYSTAR, ein Joint Venture von BAYER, HOECHST und BASF, ist mit einem Marktanteil von 23 Prozent der weltweit größte Farbstoff- Hersteller. Um diese Position noch auszubauen, hat das Unternehmen drei Millionen Euro in eine neue Kessel-Anlage investiert. Sie ermöglicht es, die Jahres-Produktion von 23.000 Tonnen auf 27.000 Tonnen zu steigern.

Rotor-Blätter aus Chemie-“Park”?
Bei einem Presse-Termin über die wirtschaftliche Situation der Brunsbütteler Niederlassung klagte Werksleiter Willy Schiwy noch über die die Strom-Preise erhöhenden Subventionen für Windenergie- Anlagen. Da der Konzern jetzt aber selber mit Zulieferern für die Windkrafträder-Industrie über eine Ansiedelung im Brunsbütteler Chemie-“Park” verhandelt, will er auch Staatsknete abschöpfen. Der Schiwy-Stellvertreter Heiko Schmitt verlangte von der Landesregierung Subventionen als Lockmittel für die am Standort Chemie-“Park” interessierten Firmen.

HYDRO im Dormagener Chemie-“Park”
Das norwegische Unternehmen HYDRO NORSK siedelt sich im Dormagener Chemie-“Park” von BAYER an. Neue Arbeitsplätze entstehen durch die Kohlensäure-Anlage aber nicht. Der Reinigung und Verflüssigung von 150.000 Tonnen Kohlensäure für die Getränke- Industrie verläuft vollautomatisch. Die wenigen benötigten MitarbeiterInnen für die Beaufsichtung der Fertigung stellt der Leverkusener Chemie-Multi.

BAYER reißt Wasserturm ab
Der über 100 Jahre alte Wasserturm auf dem Leverkusener Werksgelände speicherte Trinkwasser und sorgte für den Druck- Ausgleich innerhalb des Wassernetzes. Diese Aufgabe nehmen ihm seit Mitte 2001 Pumpen ab, und ein Trinkwasser-Reservoir benötigt der Konzern auch nicht mehr. Der Turm hat für BAYER also keinen Nutzen mehr, und seine Instandhaltung als Industrie-Denkmal ist dem Unternehmen zu teuer. Also entschloss es sich kurzerhand, das Wahrzeichen einfach abzureißen.

BAYER-Fraß im Post-Tower
Die ausgegliederten Service-Dienste von BAYER versuchen zunehmend, auch außerhalb des Konzerns aktiv zu werden. So betreibt die Gastronomie-Abteilung des Leverkusener Chemie-Multis seit Anfang des Jahres auch das Bistro und das MitarbeiterInnen-Restaurant des Bonner Post-Towers.

Weiterhin AUTAN aus Kiel

Im Jahr 2002 verkaufte der Leverkusener Chemie-Multi das Anti-Mücken-Mittel AUTAN an das US-Unternehmen SC JOHNSON. Seine Kieler Tochter-Firma KVP PHARMA + VETERINÄRPRODUKTE GmbH produziert es aber weiterhin, nunmehr in Lohn-Fertigung für den neuen Besitzer.