SWB 02/2003 - Ticker

UNFÄLLE & KATASTROPHEN

Zinksulfat-Laster verunglückt
Am 28. Februar 2003 ist ein Zinksulfat transportierender Tanklastzug auf dem Weg zum Uerdinger BAYER-Werk verunglückt und auf die Straße gekippt. Da die Gefahr bestand, dass der Tank durch den Aufprall beschädigt wurde und so die giftige Substanz austreten konnte, sperrte die Polizei alle umliegenden Fahrbahnen. Nur dem Zufall war es zu verdanken, dass dieser “worst case” nicht eintrat.

Unfall am Lade-Pier
Am 21. April ereignete sich an der Anlege-Station des Uerdinger BAYER-Werks ein Zwischenfall. Im Lade-Schlauch eines Chemie- Frachters entstand durch den von einem passierenden Schiff verursachten Sog ein Riss, und mehrere Liter der giftigen Substanz Anilin traten aus. Zwei Besatzungsmitglieder und elf SpaziergängerInnen und RadfahrerInnen kamen mit der Chemikalie in Kontakt und mussten wg. Übelkeit ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Diese Beinahe- Katastrophe hätte vermieden werden können. Die UmweltschützerInnen vom VEREIN ZUM SCHUTZ DES RHEINS UND SEINER NEBENFLÜSSE e. V. (VSR) kritisierten die Sicherheitsmängel der Uerdingener Hafen-Anlage, die der mitunter starken Strömung des Rheins nicht gewachsen ist, schon nach dem Tanker-Unglück vom November 2001, als 16 t Salpetersäure in das Gewässer gelangt waren (SWB 1/02). Sie forderten BAYER auf, ein vom Fluss abgetrenntes Becken zum Be- und Entladen der Schiffe anzulegen.