SWB 03/2003 - Ticker

PRODUKTION & SICHERHEIT

Weniger BereitschaftsnotärztInnen
Anfang der 90er Jahre starb ein BAYER-Beschäftigter infolge eines starken Blut-Verlustes, weil Notarzt und RettungsassistentInnen nicht rechtzeitig eintrafen. Nach diesem unnötigen Todesfall drang die Gewerbe-Aufsicht auf eine doppelte Schicht-Besetzung für den außerhalb der Regel-Arbeitszeit tätigen medizinischen Bereitschaftsdienst. Diese will BAYER jetzt rückgängig machen, wie die KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN FÜR EINE DURCHSCHAUBARE BETRIEBSRATSARBEIT,  eine oppositionelle Gewerkschaftsgruppe im Leverkusener BAYER-Werk, in ihrer Juli-Publikation berichten.  Künftig soll es nur noch drei BereitschaftsärztInnen geben, weshalb sie nicht mehr zwingend am Unfallsort anwesend sein müssen. Für BAYER reicht es aus, wenn die RettungsassistentInnen die erforderlichen Maßnahmen einleiten. Die DURCHSCHAUBAREN fordern: „Dieses Konzept muss vom Tisch! Die Standards des Rettungsdienstes mit Notarzt-Einsatz müssen erhalten und über die Werksumlage finanziert werden!“