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UNFÄLLE & KATASTROPHEN
Rhein-Alarm wg. Nitrobenzol-Einleitung Am 17. Juli 2003 floss über
Stunden hinweg Nitrobenzol aus dem Krefelder BAYER-Werk in den Rhein. Über hundert Kilogramm der giftigen Chemikalie, die als Vorprodukt zur Herstellung des Kunststoffs Polyurethan dient, verunreinigten das
Gewässer. Da deshalb die Trinkwasser-Gewinnung gefährdet war, lösten die Behörden internationalen Rhein-Alarm aus. Außer der Lokal-Presse berichtete keine Zeitung von diesem Umwelt-Skandal.
Chemie-Laster verunglückt Am 12. Mai 2003 ist am Autobahnkreuz
Bonn/Siegburg ein Gefahrgut- Transporter von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung heruntergerutscht. Im Leverkusener BAYER-Werk hatte er 24 Tonnen der zur Produktion von Pestiziden und Arzneien verwendeten
Chemikalie Ethylendiamin aufgenommen. Sie ist hoch giftig, ätzend und kann ab einer Temperatur von 34 Grad explodieren, wobei sich Blausäure bildet. Um diese Gefahr abzuwenden, waren ca. 90 HelferInnen von 4 Uhr
morgens bis nachmittags im Einsatz. Erst um 15.30 gab die Polizei die A3 und die A560 wieder für den Verkehr frei.
Chemie-Waggon entgleist Am 21. Mai 2003 entgleiste in Wolfenbüttel ein
Zug, der 16 Tonnen des giftigen und explosiven BAYER-Pestizidwirkstoffs Ethylchlorformiat geladen hatte. Glücklicherweise geriet die Gefahrgut-Bahn nur aus der Schienen-Spur, kippte aber nicht um, weshalb der
Container unbeschädigt blieb. Hätte er leckgeschlagen, hätte die gefährliche Chemikalie austreten können.
Lkw-Fahrer entsorgt Natriumsulfat Wenn Lastwagen so große
Chemie-Ladungen transportieren, kann schon mal etwas danebengehen: Nachdem ein Lkw-Fahrer das Brunsbütteler BAYER-Werk mit Natriumsulfat beliefert hatte, fegte er kurzerhand die auf der Ladefläche verstreuten Reste
des Krebs erregenden Stoffes auf die Straße. Weil er das nicht auf BAYERs „Hoheitsgebiet“, sondern vor den Werkstoren gemacht hat, muss er nun mit Konsequenzen rechnen. Die Staatsanwalt ermittelt gegen ihn wegen des
„Verdachts auf Boden-Verunreinigung“ und „unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen“.
West-Nil-Virus durch Blut-Präparate In den USA haben sich im vergangenen
Jahr 4.156 Menschen mit dem West-Nil-Virus infiziert, 284 Personen starben. In 23 Fällen haben Blutplasma-Produkte von BAYER & Co. den Erreger übertragen. Seit Juli nun ist ein Test-Verfahren in Betrieb, das den
Virus in den Präparaten nachweisen kann.
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