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ÖKONOMIE & PROFIT
BAYER verschwieg CROPSCIENCE-Preis Der Leverkusener Chemie-Multi hat für die
Landwirtschaftssparte von AVENTIS mehr gezahlt als angegeben. Der wahre Preis betrug nicht 7,25 Milliarden Euro, sondern 7,8 Milliarden. Das gab der Konzern jetzt in dem Jahresbericht bekannt, den er für die
US-amerikanische Börsenaufsicht SEC anfertigen musste. In Finanz-Kreisen galt schon die bisher genannte Kauf-Summe als zu hoch, deshalb hat der Pharma- Riese die eigentliche Zahl wohl auch so lange verschwiegen. Das
Unternehmen nannte als Gründe für die Mehr-Aufwändungen vorher nicht bewertete Vorräte, eine im französischen und bundesdeutschen Bilanz-Recht voneinander abweichende Taxierung der Vermögenswerte und unerwartet hoch
aufgelaufene Schulden von AVENTIS-Töchtern. Darüber hinaus verlangt BAYER von AVENTIS noch einen nachträglichen Rabatt.
Neue Schulden für alte Schulden Während die Banken sich mehr und mehr weigern, dem
Mittelstand Kredite zu geben, zeigen sie sich gegenüber den Multis unverändert spendabel. So räumte ein Konsortium aus 30 Geldhäusern BAYER eine Kredit-Linie von 30 Milliarden Euro ein. Der Leverkusener Chemie-Multi
nutzte damit die derzeit günstigen Zins-Sätze und verwendete das neue Geld zur Tilgung alter Verbindlichkeiten. Seine Schulden hat der Leverkusener Chemie-Multi im Jahr 2003 um 1,1 Milliarden Euro auf 7,8 Milliarden
Euro gesenkt. Die Rating-Agentur MOODY‘s, welche die Kreditwürdigkeit von Unternehmen bewertet, hat den Konzern trotzdem im Juni herabgestuft; sie begründete dies mit enttäuschenden Geschäftszahlen und dem Risiko
durch die LIPOBAY-Klagen.
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