|
PRODUKTION & SICHERHEIT
Immer mehr Asbest-Tote 1.062 Menschen starben nach Angaben des „Hauptverbandes der
Berufsgenossenschaften“ (HVBG) im Jahr 2001 an den Folgen von Asbest-Vergiftungen. Auf diese gehen mehr als die Hälfte aller tödlich verlaufenden Berufskrankheiten zurück. Und den Höhepunkt der Todesfälle erwartet
der HVBG erst zwischen 2005 und 2015. Ein großer Teil der Betroffenen war in der Bau- oder Chemie-Industrie beschäftigt. BAYER gibt die Zahl der erkrankten ehemaligen Betriebsangehörigen deshalb nicht genau an. Zu
den im „Sustainable Development“-Bericht für das Jahr 2000 aufgeführten 130 „anerkannten“ Berufskrankheiten heißt es lediglich: „Als Krankheitsauslöser waren bei uns vor allem Expositionen gegen Asbest und Lärm
relevant“ (siehe auch SWB 4/02).
Neue Sicherheitszentrale in Dormagen Wie das Leverkusener Werk hat jetzt auch die
Dormagener BAYER-Niederlassung eine neue Sicherheitszentrale in Betrieb genommen, die nach den neuesten technischen Standards eingerichtet ist. Sicherer dürfte sie die Produktion aber kaum machen, da der
Chemie-Multi auf der anderen Seite beim Werksschutz, bei der Feuerwehr oder den BereitschaftsärztInnen konsequent Arbeitsplätze vernichtet.
|